Versicherungslexikon

Die Finanzwelt hat ihre eigene Sprache, doch unsere Agentur lässt Sie nicht im Dunkeln stehen: Wir stellen Ihnen ein umfangreiches Versicherungslexikon zur Verfügung, in dem Ihnen die wichtigsten Finanzbegriffe verständlich erläutert werden - von A wie Abwehranspruch bis Z wie Zeitwert.
Mit dem Versicherungslexikon von AG Versicherung & Finanzplanung haben Sie den Durchblick!
Sollten Sie weitere Informationen rund um das Thema Versicherungen benötigen dann sprechen Sie uns gerne an.
Wir werden Ihnen alle Fragen gerne in einem Gespräch beantworten.

Info: Die Autoren und Herausgeber übernehmen keine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Information- die Verwendung der Informationen erfolgt auf eigene Gefahr. Änderungen können jederzeit vorgenommen werden.

Ihre AG Versicherung & Finanzplanung - Versicherungsangentur aus München

 

A

Abfindung

Zum Thema Abfindung, haben der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber oftmals unterschiedliche Auffassungen über die Höhe der Abfindung. Selbst bei einen vereinbarten Sozialplan oder wenn es um eine Abfindung im Zuge einer Altersteilzeit geht, werden sich beide Parteien oftmals nicht einig. In diesen Fällen spricht man von der Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus Arbeitsverhältnissen. Die Rechtsschutzversicherung, in der ein Berufs- bzw. Arbeitsrechtsschutz vereinbart wurde, trägt dieses Rechtsschutzrisiko. Das alleinige Verhandeln bzgl. einer Abfindungshöhe o. ä. hingegen ist nicht abgedeckt, da solche Streitigkeiten nicht als bedingungsgemäße Versicherungsfälle anzusehen sind.

Abhandenkommen

Als Abhandenkommen bezeichnet man den unfreiwilligen Verlust von Sachen, deren Wiederinbesitznahme als unwahrscheinlich anzusehen ist.

Hausratversicherung

Das Abhandenkommen versicherter Sachen ist im Rahmen der Hausratversicherung ein versicherter Schaden, vorausgesetzt das der Schaden durch Einbruchdiebstahl oder durch eine andere versicherte Gefahr eingetreten ist.
Weitere Informationen:

  • Hausratversicherung
  • Versicherte Gefahren
  • Versicherte Schäden
Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung ersetzt Gebäudebestandteile und Gebäudezubehörteile die aufgrund einer versicherten Gefahr (z.B. Sturm) abhanden gekommen sind. Die Wohngebäudeversicherung deckt das Risiko vonEinbruchdiebstahl nicht ab.

Haftpflichtversicherung

Im Allgemeinen sind in der Haftpflichtversicherung Schäden durch Abhandenkommen keine Sachschäden, sondern Vermögensschaden. Demnach ist eine Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung unumgänglich. Alternativen bieten vereinzelte neue Tarife, welche das Abhandenkommen von Sachen auch als Sachschäden einstufen. Eine Prüfung der Versicherungsbedingungen durch einen Fachmann (z. B. Versicherungsmakler) ist unerlässlich.



Ablaufleistung:



Die Ablaufleistung ist die Gesamtzahlung zum vereinbarten Ablauf einer Lebensversicherung. Sie setzt sich in der Regel aus dem Rechnungszins, der Versicherungssumme, den Überschussanteilen sowie einem Schlussgewinn oder Schlussbonus zusammen. Der Rechnungszins beträgt derzeit 2,75 %. Alle darüber hinaus erwirtschafteten Gewinne sind den Überschussanteilen zuzuordnen und können von den Lebensversicherungen nicht garantiert werden. Faktoren welche die Ablaufleistung beeinflussen können, sind z. B. anhaltende negative Kapitalmarktentwicklungen, eine schlechte Anlagepolitik und zu hohe Verwaltungskosten. Ablaufleistungen aus Lebensversicherungsverträgen unterliegen seit Einführung des Alterseinkünftegesetzes der Steuerpflicht.

Abmeldebescheinigung:



Die Abmeldebescheinigung für Kraftfahrzeuge wird von der zuständigen Zulassungsstelle ausgestellt, wenn der Fahrzeughalter sein Fahrzeug vorrübergehend oder ganz stilllegt.
Einige Zulassungsstellen verzichten anscheinend auf die Ausstellung einer Abmeldebescheinigung, da in jedem Fall der Fahrzeugversicherer über die KFZ-Stilllegung durch die Zulassungsstelle informiert wird.


Der Versicherungsnehmer sollte mittels der Abmeldebescheinigung den Versicherer über die Abmeldung informieren. Liegt diese nicht vor, da keine von der Zulassungsstelle ausgestellt wurde, so ist ein Anruf beim KFZ-Versicherer ratsam. Eine Vertragsabrechnung oder die Gestaltung einer Folgversicherung kann dadurch beschleunigt werden.

Zur Wiederanmeldung wird eine Versicherungsbestätigungskarte benötigt.

Abschlusskosten:

Abschlusskosten fallen beim Versicherungsabschluss an und beinhalten unter anderem Kosten für Antrag- und Risikoprüfung, Ausstellung der Versicherungspolice und Aufwendungen für Vertriebsorgane der Versicherungsgesellschaft. Durch die Zahlung der vereinbarten Versicherungsprämie sind die Abschlusskosten beglichen.



Der Wohngebäudeversicherung zuzuordnen. Aufprall von Teilen eines Luftfahrzeuges, seiner Ladung oder des Luftfahrzeuges im Gesamten.

Abtretung:

Auf Versicherungen bezogen, erlaubt der §398 BGB, dem Versicherungsnehmer, all seine Rechte an jemand anderen abzutreten (übertragen). Der Andere hat ab diesem Zeitpunkt das Gestaltungsrecht sowie den Anspruch auf vertragsgemäße Leistungen. Abtretungen sind dem Versicherer mit Nennung des neuen Berechtigten grundsätzlich in schriftlicher Form anzuzeigen. Abtretungen, die dem Versicherer nicht angezeigt werden, sind unwirksam.

Abwasserschaden:

In der Privaten Haftpflichtversicherung können Sachschäden, die durch häusliche Abwässer entstehen, durch eine Zusatzvereinbarung kostenpflichtig mitversichert werden. Abwasser ist Wasser, das in seiner Brauchbarkeit gemindert ist.

Für industrielle Abwässer gibt es eine eigens dafür vorgesehene Umwelthaftpflichtversicherung.

Abwehranspruch:

Der Abwehranspruch ist der Haftpflichtversicherung zuzuordnen. Wird gegenüber dem Versicherungsnehmer ein Haftpflichtanspruch geltend gemacht, prüft der Haftplichtversicherer, ob der Anspruch des Geschädigten über die vertraglich vereinbarten Bedingungen versichert ist. Besteht Versicherungsschutz, wird weitergehend die Haftungsfrage geklärt. Hat der Geschädigte Anspruch auf Schadenersatz, wird der Haftplichtversicherer diesen im Rahmen des vereinbarten Vertrages regulieren. Stellt sich jedoch heraus, dass der Anspruch gegenüber des Versicherungsnehmers nicht gerechtfertigt ist, wird der Versicherer versuchen den Schaden vom Versicherungsnehmer abzuwenden (auch passiver Rechtsschutz genannt). Notfalls auch mit dem Gang vor Gericht. In solch einem Fall gehen die Kosten der Schadenabwehr zulasten der Versicherers.

Alleinfahrerrabatt:

siehe Einzelfahrerrabatt

Allgefahrendeckung:

Als Allgefahrendeckung bezeichnet man den Versicherungsschutz, der sich über alle Gefahren erstreckt. Das sind in der Regel die Zerstörung, Beschädigung, Abhandenkommen aufgrund Diebstahl, Einbruchdiebstahl u. Raub von versicherten Sachen, sowie Schäden durch unvorhersehbare und nicht abwendbare Ereignisse – es sei denn, dass diese durch die Versicherungsbedingungen ausgeschlossen sind, bzw. der Ausschluss vom Versicherungsnehmer gewünscht wurde.

Allgemeine Bedingungen für die Elektronik-BU-Versicherung (ABEBU):

Die Allgemeine Bedingungen für die Elektronik-BU-Versicherung (ABEBU) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren die Art und den Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeinen Allgemeine Bedingungen für die Elektronik-BU-Versicherung (ABEBU) gelten nur für die Elektronik-Betriebsunterbrechungs-Versicherung.

Allgemeine Bedingungen für die Elektronikversicherung(ABE):

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Elektronikversicherung(ABE) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Elektronikversicherung(ABE) gelten nur für die Elektronikversicherung.

Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB):

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) gelten nur für die Kfz-Versicherung.

Siehe auch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)

Die Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB):

Die Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB) gelten nur für Rechtsschutzversicherungen.

Siehe auch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) oder Besondere Versicherungsbedingungen

Allgemeine Montageversicherungs-Bedingungen (AMoB):

Die Allgemeine Montageversicherungs-Bedingungen (AMoB) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsunternehmen u. Versicherungsnehmer) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeine Montageversicherungs-Bedingungen (AMoB) gelten nur für die Montageversicherung.

Siehe auch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) oder Besondere Versicherungsbedingungen

Allgemeine Versicherungsbedingungen:

Die Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) regeln die vertraglichen Rechte und Pflichten des Versicherungsnehmers und des Versicherers. Zudem wird in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen Art und Umfang des Versicherungsschutzes festgelegt, welcher weiterführend durch Besondere Versicherungsbedingungen (BVB) und Klauseln, erweitert oder eingeschränkt werden kann.

Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB):

Die Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeine Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) gelten nur für Haftpflichtversicherungen.

Siehe auch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) oder Besondere Versicherungsbedingungen

Allgemeine Wohngebäude-Versicherungsbedingungen (VGB):

Die Allgemeine Allgemeine Wohngebäude-Versicherungsbedingungen (VGB) regeln die grundsätzlichen Rechte und Pflichten zwischen den Vertragsparteien (Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen) und definieren Art und Umfang des vereinbarten Versicherungsschutzes. Die Allgemeine Allgemeine Wohngebäude-Versicherungsbedingungen (VGB) gelten nur für Wohngebäude-Versicherung.

Siehe auch Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) oder Besondere Versicherungsbedingungen

Allmählichkeitsschaden:

Der Begriff Allmählichkeitsschaden ist aus dem Bereich der Haftpflichtversicherung. Darunter werden Personen-, Sach- und Vermögensschäden verstanden, die durch allmähliche Einwirkungen, gleich welcher Art, entstanden sind. Ausschlaggebend dabei ist nicht, ob der Schaden allmählich eingetreten ist, denn der Schaden kann auch plötzlich entstanden sein. Vielmehr ist ausschlaggebend ob das Ereignis, dass den Schaden ausgelöst hat, zu einer länger andauernden schädlichen Einwirkung geführt hat. Es lässt sich nicht genau festlegen, ab welcher Zeitdauer der Einwirkung bis zum Schadeneintritt als “allmählich” anzusehen ist. Dies ist von der Einwirkung abhängig.

Ambulante Heilbehandlung:

Als ambulant wird die nicht stationäre Behandlung eines Patienten in der Ambulanz eines Krankenhauses oder in den Räumlichkeiten eines niedergelassenen Arztes bzw. Therapeuten bezeichnet.

Die ambulante Heilbehandlung ist ein Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung und wahlweise auch Bestandteil der privaten Krankenversicherung und privaten Kranken-Zusatzversicherung.

Amtshaftung:

Die Amtshaftung (nachzulesen: BGB § 839 Haftung bei Amtspflichtverletzung)

Bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzungen der obliegenden Amtspflicht gegenüber einem Dritten hat der Beamte den daraus resultierenden Schaden zu ersetzen. In dem Fall, dass dem Beamten lediglich Fahrlässigkeit nachgewiesen wird, kann er nur dann in Anspruch genommen werden, falls der Geschädigte nicht auf andere Weise Ersatz erlangen kann.

Wird von dem Beamten bei einem Urteil in einer Rechtssache die Amtspflicht verletzt, so ist er nur dann für den entstandenen Schaden verantwortlich, falls die Pflichtverletzung in einer Straftat besteht. Diese Vorschrift findet keine Anwendung, wenn es sich um eine pflichtwidrige Verweigerung oder Verzögerung der Ausübung des Amts handelt.

Hat der Geschädigte es fahrlässig oder vorsätzlich unterlassen, mithilfe eines Rechtsmittels, den Schaden abzuwenden, so entfällt die Ersatzpflicht des Beamten.

In diesem Zusammenhang muss der Artikel 34 des Grundgesetzes berücksichtigt werden, in dem der Staat bei jeder hoheitlichen Tätigkeit eines Beamten oder Angestellten im öffentlichen Dienst generell alleine haftet. Hat der Beamte oder Angestellte jedoch grob fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt, kann der Staat den Beamten für die Entschädigungsleistungen in Regress nehmen.

Beamten oder Angestellten im öffentlichen Dienst sollten aufgrund dessen keinesfalls auf eine Absicherung der Dienst- oder Amtshaftpflicht verzichten.

Anfechtung:

Hat der Versicherungsnehmer die Vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt oder den Versicherer arglistig getäuscht, so steht dem Versicherer das Recht zu, die Annahmeerklärung anzufechten. Bei einer erfolgreichen Anfechtung ist der Vertrag von Anfang an als nichtig anzusehen, so als wäre er nie zustande gekommen. Zudem drohen dem Versicherungsnehmer strafrechtliche Folgen.

Annahmebestätigung:

Die Annahmebestätigung ist eine schriftliche Willenserklärung des Versicherungsunternehmens, dass der beantragte Versicherungsschutz abgedeckt wird und der Versicherungsvertrag zustande gekommen ist. Vonseiten des Versicherungsunternehmens, besteht keine Verpflichtung, eine Annahmebestätigung auszufertigen. Es besteht nur die Verpflichtung, dem Versicherungsnehmer über den zustande gekommenen Vertrag eine Urkunde in Form eines Versicherungsscheines auszuhändigen.

Annahmefrist:

Anomales Risiko:

Zur Personenversicherung beschreibt der Begriff Anomales Risiko gesundheitlich oder erblich vorbelastete Personen, die evtl. gar nicht oder nur mit erhöhtem Beitrag versichert werden können. Dank des Fortschritts in der Medizin und der verbesserter Versicherungstechnik, können heutzutage Risiken übernommen bzw. kalkuliert werden, für die es vor einigen Jahren noch keine, oder nur eine sehr kostspielige Risikoabdeckungen gab.

Ansparphase:

Die Ansparphase ist im Rahmen der Rentenversicherung der Zeitraum vom Versicherungsbeginn bis zu dem Zeitpunkt, in dem die vereinbarte Rente ausgezahlt wird.

Anspruchsteller:

Anspruchsteller im Leistungs- oder Schadensfall, ist je nach Versicherungssparte der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person, die für sich oder einen Dritten einen Anspruch geltend macht.

Antrag:

Eine Willenserklärung des Versicherungsnehmers an das Versicherungsunternehmen, dass der Vertrag mit den im Antrag geregelten Leistungen zustande kommt. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Kunde, dass er den Vertrag abschließen möchte.

Antragsannahme:

Jede Versicherungsform wird mit einem Antragsformular beim Versicherer beantragt. Der Versicherer überprüft und beurteilt das vom Versicherungsnehmer beantragte Risiko. Beurteilt der Versicherer das Risiko als tragbar, steht einem rechtsgültigen Vertragsverhältnis mit dem Antragsteller nichts mehr entgegen. Der Versicherungsnehmer erhält daraufhin eine schriftliche Annahmebestätigung oder einen Versicherungsschein vom Versicherer und der Vertrag gilt als geschlossen.

Antragsteller:

Der Antragsteller einer Versicherung ist zugleich der Versicherungsnehmer und somit der Kunde und Ansprechpartner des Versicherungsunternehmens. Er unterzeichnet den Antrag, benennt die Mitversicherte Person sowie Bezugsberechtigte Person und bürgt für den Versicherungsbeitrag.

In der Lebensversicherung versichert der Antragsteller üblicherweise sein eigenes Leben und ist gleichzeitig die Versicherte Person und Bezugsberechtigte Person im Erlebensfall, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde.



In der Sachversicherung versichert der Kunde Sachen (z. B. Hausrat, KFZ und Gebäude des Versicherungsnehmers) gegen die im Versicherungsschein genannte Gefahr bzw. Gefahren.

Anwaltswechsel:

siehe Rechtsanwaltwechsel

Anzeigepflicht:

Die Anzeigepflicht fällt unter die Obliegenheit des Versicherungsnehmers. Dieser hat u. a. die Pflicht folgende Sachen anzuzeigen.

  1. Bei Antragstellung oder Abschluss eines Versicherungsvertrages, muss der Kunde das Versicherungsunternehmen über Art und Umfang des zu versichernden Risikos, der Realität entsprechend und vollständig aufklären.
  2. Ändert sich das versicherte Risiko (z. B. wegen einer Gefahrerhöhung), so muss der Versicherungsnehmer diese Änderung dem Versicherer mitteilen.
  3. Nach dem Eintritt eines Schadenfalls, muss der Versicherungsnehmer den Versicherer wahrheitsgetreu und vollständig alle Umstände anzeigen die Schadenrelevant sind.
Aquarien:

In älteren Hausrat-Versicherungsbedingungen ist festgelegt, dass Schäden die durch den bestimmungswidrigen Austritt von Wasser aus Aquarien entstanden sind, nicht mitversichert sind, da es sich im Sinne der Bedingungen nicht um Leitungswasser handelt. Jedoch besteht die Möglichkeit diesen bestimmungswidrigen Wasseraustritt durch den Einschluss einer zusätzlichen Klausel zu versichern.

In den neueren Hausratbedingungen (z. B. Allgemeine Hausrat-Versicherungsbedingungen 2000 – VHB 2000) ist das Risiko des bestimmungswidrigen Wasseraustritts aus Aquarien mitversichert, da bestimmungswidrig austretendes Wasser aus einem Aquarium als Leitungswasser definiert ist.

Nicht versichert sind Schäden am Inhalt eines Aquariums, die Folge des austretendem Wassers aus dem Aquarium sind (z. B. Fische und Pflanzen etc.).

Arbeitsunfähigkeit:

Arbeitsunfähig ist die Versicherte Person, wenn ein ärztlicher Befund vorliegt, aus dem hervorgeht, dass die versicherte Person den Beruf vorrübergehend nicht ausüben kann.

Arglistige Täuschung:

Eine Arglistige Täuschung liegt dann vor, wenn der Antragsteller absichtlich falsche Angaben macht oder maßgebende Gefahrumstände des zu beantragenden bzw. zu versichernden Risikos verschweigt, damit der Versicherungsvertrag zustande kommt. Das eine arglistige Täuschung vorliegt hat der Versicherer zu beweisen, kann der Versicherer diesen Beweis erbringen, hat er die Möglichkeit den Vertrag anzufechten, was zur Folge hätte, dass dieser von Anfang an nichtig ist (so als hätte der Versicherungsvertrag nie bestanden).

Arztanordnungsklausel:

Im Fall einer z. B. Berufsunfähigkeit, hat der Versicherer das Recht von der versicherten Person zu verlangen, dass ein bestimmter Arzt aufzusuchen ist und dessen Behandlungsvorschläge zu befolgen sind (z. B. Operationen, Medikamente, stationäre Heilbehandlungen etc.). Folgt der Versicherungsnehmer dieser Anweisung nicht, verfällt der Anspruch auf Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Jedoch sehen immer mehr Versicherer im Interesse des Versicherten davon ab die Arztanordnungsklausel anzuwenden.

Assekuranz:

Assekuranz ist der traditionelle Begriff für Versicherungswirtschaft.
Assekuranz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Versicherung.


Auf erstes Risiko:

siehe Erstes Risiko

Aufgabe Rechtsschutzversicherung:

Der Versicherer sorgt dafür, dass der Versicherungsnehmer seine rechtlichen Interessen wahrnehmen kann, und kommt für die, durch die Interessenwahrnehmung endstehenden Kosten auf (Rechtsschutz).

Aufschubzeit:

Die Aufschubzeit ist der privaten Rentenversicherung zuzuordnen. Sie definiert den Zeitraum vom Versicherungsbeginn bis zum ersten Rentenbezug.

Das Versicherungswesen unterliegt einer staatlichen Aufsichtsbehörde, der BAFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Aufsichtsbehörde BAFin:

Die Hauptziele der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bestehen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz darin, die Belange des Versicherungsnehmers ausreichend zu wahren und dabei sicherzustellen, dass die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen jederzeit erfüllt werden können.

Der Verbraucherschutz steht bei der Versicherungsaufsicht im Vordergrund. Daran hat sich seit Inkrafttreten des Aufsichtsgesetzes im Jahr 1901 nichts geändert.

Das Grundelement des Versicherungswesen ist Vertrauen: Kunden erwarten zu Recht von einem Versicherungsunternehmen, dass es jederzeit und oftmals über einen sehr langen Zeitraum dazu in der Lage ist die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen. Mit der Aufsicht über Versicherungsunternehmen erfüllt die BaFin daher wichtige soziale und wirtschaftliche Aufgaben und trägt zur langfristigen Stabilität des gesamten Finanzsektors bei.

Die beiden primären Ziele der Versicherungsaufsicht bestehen nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (§ 81 Abs. 1 VAG) darin,

  • die Interessen der Versicherten ausreichend zu wahren und dabei vor allem
  • sicherzustellen, dass die Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen jederzeit erfüllt werden können
Aufgabe der Aufsichtsbehörde ist es unter anderem, Versicherungsunternehmen daraufhin zu überwachen, dass diese die Erfüllung der von ihnen zugesagten Versicherungsleistungen gesichert ist, sowie das Wettbewerbsverhalten der Versicherungsunternehmen und ihrer Angestellten (Wettbewerbsrichtlinien) zu beobachten. Als materielle Staatsaufsicht wird die Versicherungsaufsicht vom Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) und den zuständigen Landesaufsichtsbehörden wahrgenommen.

Mehr Informationen über die BAFin.



Aufsichtspflicht der Eltern:

Nach den gesetzlichen Bestimmungen können Kinder unter 7 Jahren für Schäden nicht haftbar gemacht werden (sie sind deliktsunfähig) und bis zum 18. Lebensjahr nur beschränkt deliktsfähig. Eltern sind vom Gesetz aus verpflichtet, ihre Kinder so zu beaufsichtigen, dass weder sie noch dritte zu Schaden kommen. Verursacht ein Minderjähriger bei einem Dritten einen Schaden, so müssen die Eltern dafür haften, vorausgesetzt sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt (§§ 828 Abs. 1; 832 BGB).

Die Ausfalldeckung ist über die Private Haftpflichtversicherung versicherbar. Die Ausfalldeckung leistet gemäß den zugrunde liegenden Bedingungen, falls der Versicherungsnehmer oder eine mitversicherte Person von einem Dritten geschädigt wird, und der daraus resultierende Schaden gegen den Dritten nicht durchgesetzt werden kann.
Liegt ein berechtigter Schadenersatzanspruch vor wird der Versicherungsnehmer oder die versicherten Personen dann vom Versicherer so gestellt, als hätte der Schadenverursacher (Dritte) als Versicherter einen Versicherungsschutz. Der Umfang und Rahmen der Ausfalldeckung entspricht dann der vereinbarten Privat Haftpflichtversicherung.

Die Voraussetzung für die Entschädigung ist, dass die versicherte Person einen rechtskräftigen vollstreckbaren Titel gegen den Schadenverursacher in einem Verfahren vor Gericht (Mitgliedstaat der Europäischen Union, Liechtenstein, Schweiz, Norwegen) oder ein notarielles Schuldanerkenntnis von einem Notar vorlegen kann. Zudem muss jede sinnvolle Zwangsvollstreckung gegen den Dritten erfolglos gewesen sein. Der Nachweis einer gescheiterten Zwangsvollstreckung ist vom Versicherungsnehmer oder der versicherten Personen durch das Vollstreckungsprotokoll (im Original) des Gerichtsvollziehers nachzuweisen.

Ausfalldeckung:

Die Ausfalldeckung leistet nicht, wenn der Schaden aus einer anderweitigen Sachversicherung der versicherten Person reguliert werden kann. Gleiches gilt, falls ein Träger der Sozialversicherung oder der Sozialhilfe zur Leistung verpflichtet ist.

Der Anspruch aus der Ausfalldeckung verfällt, wenn er nicht innerhalb von zwei Jahren ab dem erfolglosen Vollstreckungsbescheid, beim Versicherer in Schriftform (Textform) angezeigt wird.

Hohe Selbstbeteiligungen von 2000 bis 5000 EUR sind in der Ausfalldeckung üblich. Angesichts der Tatsache, dass ein sehr großer Teil der Deutschen keine Private Haftpflichtversicherung hat, ist die Ausfalldeckung eine ratsame Versicherung. Die Versicherungsprämie entspricht in etwa 20% der Privathaftpflichtprämie.

Die Bedingungen variieren von Versicherer zu Versicherer. Ein Bedingungsvergleich ist daher sehr ratsam.

Ausgabeaufschlag:

Der Ausgabeaufschlag ist eine Gebühr, die einmalig beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt.

Auslandsreise Krankenversicherung:

Die Auslandsreise-Krankenversicherung

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung haben Sie auschließlich in den Ländern der Europäischen Union und den Mittelmeeranrainerstaaten sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, Versicherungsschutz. In allen anderen Ländern besteht gar kein Versicherungsschutz und damit kein Leistungsanspruch für gesetzlich Versicherte!

Kostspielig kann es in den o. g. Ländern trotzdem werden, denn die Ärzte z. B. in Urlaubsländern stellen oft eine Privatrechnung aus, die sofort beglichen werden muss. Was zur Folge hat, dass Sie, zurück ihn Deutschland, meist nur einen geringfügigen Anteil der Gesamtrechnung erstattet bekommen.

Privat Krankenversicherte sollten in jedem Fall überprüfen, welche Leistungen im Ausland und für einen medizinisch notwendigen Rücktransport vereinbart sind.

Für Beamte ist eine Auslandsreisekrankenversicherung unbedingt notwendig, denn die Beihilfe übernimmt keine Kosten für den Rücktransport und medizinische Leistungen werden lediglich in der Höhe übernommen, wie sie in Deutschland angefallen wären.

Versicherungsschutz der Auslandsreisekrankenversicherung:

  • Freie Arzt- und Krankenhauswahl im Urlaubsland
  • Übernahme der Kosten für ärztlich verordnete Arznei-, Verband- und Heilmittel sowie ambulante und. stationäre Behandlungen
  • Schmerzstillende Zahnbehandlungen und Zahnfüllungen in einfacher ‚Variante sowie Reparaturen von Zahnersatz
  • Beförderung zur stationären Behandlung in das nächstgelegene Krankenhaus
  • Ärztlich verordneter und medizinisch notwendiger Rücktransport nach Hause oder in ein Wohnort nahes Krankenhaus
Wichtig zu wissen:

  • In Normalfall erfolgt keine Gesundheitsprüfung
  • Vorerkrankungen sind oft vom Versicherungsschutz ausgeschlossen
  • Kann lediglich für Urlaubsreisen abgeschlossen werden
  • Die Versicherungsdauer beträgt gewöhnlich ein Jahr und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, falls nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird
  • Der Auslandsaufenthalt darf je nach Tarif nur zwischen 42 und 365 Tage betragen
Auch wenn es sich um eine sehr preiswerte Versicherungsform handelt, sollte im Detail geprüft werden, welche Leistungen abgesichert sind – auch bei der Auslandsreisekrankenversicherung gibt es wesentliche Unterschiede.

Die Reisegepäckversicherung, ist eine weitere Reiseversicherung

Ausschluss:

Durch gesetzliche Bestimmung oder vertraglicher Vereinbarung hat der Versicherer das Recht, dass aus dem Versicherungsvertrag hervorgehende Risiko zu beschränken, in dem er z. B. erhöhte und ungewünschte Gefahrumstände im Vertrag ausschließt. Rückkehrschluss ist demnach, dass der Versicherer für ausgeschlossene Gefahrumstände keine Leistungspflicht hat.

Der vertragliche Ausschluss kommt meistens in der Privaten Krankenversicherung, der gewerblichen Versicherung und in der Berufsunfähigkeitsversicherung zur Anwendung.

Außen Versicherung:

Ausstellungsversicherung:

Autoversicherung:

Autoversicherung (umgangssprachlicher Begriff)

Die Autoversicherung (Kraftfahrtversicherung) ist genauso notwendig wie das Benzin. Denn sollten Sie mit Ihrem Pkw einen Unfall verursachen, kann das sehr kostspielig werden. Der Unfallgegner muss finanziell so gestellt werden, als wäre der Unfall nie passiert. Aus diesem Grund beträgt die Mindestdeckung der Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland insgesamt 7,5 Millionen € für Personenschäden, 500.000 € für Sachschäden und 50.000 € für Vermögensschäden.

Da die Unfallgefahr auch abhängig ist von dem eigenen Fahrstill, dem Fahrzeugtyp und der Region, in der das Fahrzeug gemeldet ist, haben die Versicherer zur Beitragsermittlung der Autoversicherung ein komplexes Verfahren entwickelt. Dessen Bestandteile setzen sich zusammen aus der Regionalklasse, der Typklasse und der Schadenfreiheitsklasse.

Die Regionalklassen der Autoversicherung.

Die Regionalklasse basiert auf Statistiken, welche die Schadenhäufigkeit einer Region widergeben. Jeder KFZ-Zulassungsbezirk bekommt aufgrund dessen eine Regionalklasse zugeteilt. Desto mehr Schäden in einer Region entstanden sind, desto höher ist die Regionalklasse. Die Regionalklassen haben einen großen Einfluss auf den Beitrag der Autoversicherung.

Die Typklassen der Autoversicherung.

Weitere Erkenntnis der Versicherer ist, dass bestimmte Fahrzeugtypen häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere. Dies liegt zum einen an der Leistung, zum anderen an dem typischen Fahrstil der Fahrer solcher Autos. Die Typklasse ist bei der Beitragskalkulation der Autoversicherung relevant.

Die Schadenfreiheitsklasse.

Damit berücksichtigen die Versicherungsunternehmen, wie viele Jahre der Versicherte mit seinem Fahrzeug schon unfallfrei unterwegs ist. Je mehr Jahre man ohne selbstverschuldeten Unfall bleibt, desto preiswerter wird die Versicherung. Kommt es jedoch zu einem Schaden, den die Autoversicherung erstatten muss, steigt auch wieder die Schadenfreiheitsklasse, sprich: Der Beitrag für die Versicherung wird wieder etwas teurer.

Hinzukommen heute zahlreiche weitere Faktoren, die eine Autoversicherung günstiger oder teurer werden lassen. So z. B., ob Sie das alleine oder auch andere Personen das Fahrzeug nutzen. Wo der Wagen in der Regel abgestellt wird, ob Sie Mann oder Frau sind, Ihr Alter, ob Sie einen bestimmten Berufszweig angehören, ob Sie Wohneigentum besitzen und vieles mehr.

Die Kaskoversicherung.

Während die Auto-Haftpflichtversicherung vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist (Pflichtversicherung), steht es Ihnen völlig frei, ob zusätzlich auch eine Kaskoversicherung abgeschlossen wird. Sie können damit Ihr Fahrzeug beispielsweise gegen Diebstahl, Feuer, Blitzschlag und Explosion absichern.

Die Kaskoversicherung kann sehr unterschiedlich gestaltet sein. Hier gibt es viele Extras, die Sie gesondert abschließen können oder die – je nach Versicherung – mit beinhaltet sind. Schadensersatz gibt es generell für alle Dinge, die fest im Auto integriert sind. Mitversichert sind zum Beispiel Skihalterungen und Fahrradträger, aber nicht die darauf festgezurrten Sportgeräte. Ebenfalls nicht mitversichert sind Handys, mobile Navigationsgeräte oder nicht serienmäßige Umbauten am Kraftfahrzeug. Hier gilt es also, die jeweiligen Vertragsbedingungen genau zu lesen. Bei der Kaskoversicherung können Sie außerdem zwischen Teilkasko und Vollkasko wählen.

Der Unterschied:

In der Auto-Vollkaskoversicherung werden Ihre Reparaturkosten oder die Wiederbeschaffung infolge eines selbstverschuldeten Unfalls gezahlt. In der Teilkaskoversicherung werden z. B. je nach Versicherungsbedingungen lediglich Schäden durch Entwendung oder Diebstahl, Glasbruchschäden, den Zusammenstoß mit Tieren, Hagel Sturm und Blitzschlag abgesichert. Dafür ist die Teilkaskoversicherung wesentlich preiswerter, da das zu tragende Schadenrisiko der Versicherungsgesellschaft erheblich geringer ist. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit die Prämie über eine vereinbarte Selbstbeteiligung zu mindern. Das bedeutet, bis zu einer festgelegten Summe übernehmen Sie den versicherten Schaden, alles was darüber hinaus geht, trägt die Versicherung.

Fazit:

Bei fast keiner anderen Versicherung lässt sich so schnell Geld sparen, wie bei der Autoversicherung. Durch die Wahl des richtigen Versicherungsunternehmens und den optimal auf Ihre persönliche Situation abgestimmten Versicherungsschutz können die Preisunterschiede zwischen dem teuersten und günstigsten Anbieter leicht bis zu 1.000 € betragen. Das macht auch den nachträglichen Wechsel zu einem anderen Anbieter durchaus sinnvoll. Beachten Sie jedoch, dass die geringere Versicherungsprämie der KFZ-Versicherung auch mit Leistungseinbußen verbunden sein können, wie z. B. dem Ausschluss der Mallorca-Police.

Ihre bestehende Autoversicherung können Sie bei einem Fahrzeugwechsel oder zum regulären Ablauf (gewöhnlich der 01.01.) kündigen.

Außerordentliche Kündigung:

Auch als vorzeitige Kündigung aus besonderem Grund genannt. Berechtigte Gründe zur außerordentlichen Kündigung durch das Versicherungsunternehmen sind

  • Erhöhte Gefahrenumstände
  • Obliegenheitsverletzung durch den Versicherungsnehmer
  • Konkurs des Versicherungsnehmers
  • Nichtzahlung der Folgeprämie
Innerhalb eines Monats ab Kenntnis der vorab genannten Gründe ist das Versicherungsunternehmen dazu berechtigt, die außerordentliche Kündigung auszusprechen.

Im Rahmen von Sachversicherungen kann sowohl der Versicherer sowie der Versicherungsnehmer das Recht der außerordentlichen Kündigung in Anspruch nehmen, Voraussetzung dafür ist das einer der folgenden Gründe vorliegt:

  • Verkauf der versicherten Sache
  • Eintritt eines Versicherungsfalls (Schadenfalles)
  • Erhöhung der Prämie gem. Beitragsanpassungsklausel


B


BKK: steht für Betriebskrankenkasse. Eine Betriebskrankenkasse ist eine Krankasse für gesetzlich krankenversicherte.

Brago:

BRAGO ist die Abkürzung für Bundesrechtsanwalts-Gebührenordnung. welche von der

Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgelöst wurde.

BU-Versicherung ist die Abkürzung für Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bauartklassen:

In der Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung wird gefragt, welche Bauartklasse das zu versichernde Gebäude oder die zu versichernde Wohnung hat. Unterschieden wird insgesamt in Bauartklassen und Fertighausgruppen, welche sich auf die Bausubstanz und die Dacheindeckung beziehen und bei der Risikobeurteilung der Feuergefahr eine wichtige Rolle spielen.

Bauartklassen

Bauartklasse

Beschaffenheit der Außenwände

Decheindeckung

BAK I

massive Außenwände (z. B. Mauerwerk, Beton)

harte Bedachung (z. B. Ziegel, Schiefer, Beton, Metall …)

BAK II

Stahl- oder Holzfachwerk mit Stein- oder Glasfaserfüllung, Stahl oder Stahlbetonkonstruktion mit Wandplattenverkleidung aus anderem Material als Holz oder Kunststoff. (Profilblech, Asbestzement)

harte Bedachung (z. B. Ziegel, Schiefer, Beton, Metall …)

BAK III

Holz, Holzfachwerk mit Lehmfüllung, Holzkonstruktion mit Verkleidung jeglicher Art, Stahl- oder Stahlbetonkonstruktion mit Wandplattenverkleidung aus Holz oder Kunststoff, Gebäude mit einer oder mehreren offenen Seiten

harte Bedachung (z. B. Ziegel, Schiefer, Beton, Metall …)

BAK IV

wie BAK I oder II

mit weicher Dachung z.B. vollständig oder teilweise Eindeckung mit Holz, Reet, Schilf, Stroh oder ähnliches.

Fertighausgruppen

Fertighausgruppe

Beschaffenheit der Außenwände

Dacheindeckung

FHG I

In allen Teilen ,einschl. der tragenden Konstruktion, aus feuerbeständigen Bauteilen (massiv)

Dachung hart (z.B. Ziegel, Schiefer, Metall, gesandete Dachpappe)

FHG II

Fundament massiv, tragende Konstruktion aus Stahl, Holz, Leichtbauteilen oder dergleichen, außen mit feuerhemmenden Bauteilen bzw. nicht brennbaren Baustoffen verkleidet

harte Bedachung (z. B. Ziegel, Schiefer, Beton, Metall …)

Wichtig: Aufgrund unterschiedlicher Versicherungsbedingungen kann es zu wesentlichen Abweichungen bei der Tarifierung kommen! Einige Gesellschaften machen z. B. kein Unterschied mehr zwischen Massivbauhäusern und Fertighäusern. Nur die Dachbeschaffenheit ist als Faktor zur Risikobeurteilung von Bestand geblieben. Kontaktieren sie in jedem Fall einen Fachmann (Versicherungsma

Bauherren-Haftpflichtversicherung:

Bauleistungsversicherung:

Die Bauleistungsversicherung (auch Bauwesenversicherung genannt) bietet Versicherungsschutz vor unvorhergesehenen Ereignissen rund um den Bau und Umbau einer Immobilie und schützt den Bauherrn vor finanziellen Verlusten in der Bauzeit. Versichert sind laut der jeweils vereinbarten Versicherungsbedingungen Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile für den Roh- oder Umbau bzw. Ausbau des im Versicherungsschein genannten Gebäudes. Bis auf einige Ausnahmen sind auch einzubauende, als wesentliche Bestandteile des Gebäudes zu betrachtende Einrichtungsgegenstände mitversichert.

Bei der Bauleistungsversicherung handelt es sich um eine Allgefahrendeckung, da sie gegen Schäden, egal aus welcher Ursache sie herbeigeführt sind, absichert. Es sei denn, sie gelten laut den Versicherungsbedingungen als nicht versichert (Ausschluss).

Entschädigungen werden lediglich für unvorhergesehen eintretende Schäden an versicherten Bauleistungen oder an versicherten Sachen geleistet. Unvorhergesehene Schäden sind jene, die der Versicherungsnehmer oder sein Repräsentant nicht vorhergesehen haben oder die mit dem für die im Betrieb ausgeübte Tätigkeit erforderlichen Fachwissen, hätte vorhersehen müssen.

Von der Versicherung ausgeschlossen sind Baugeräte, Handwerkzeuge, Vermessungsgeräte, Signal- und Sicherungsanlagen, Prüfgeräte, Laborgeräte, Funkgeräte etc.

Nicht versicherbar sind des Weiteren:

  • Mängel der versicherten Bauleistung und anderer versicherter Sachen.
  • Schäden an Metall-, Glas- oder Kunststoffoberflächen sowie an Oberflächen vorgehängter Fassaden durch Ausübung einer Tätigkeit an diesen Sachen
  • Soweit gegen bestehende Regeln der Technik verstoßen oder notwendige und erforderliche Schutzmaßnahmen nicht getroffen wurden, wird Entschädigung ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen nicht geleistet für Schäden durch
    • Frost, insbesondere dann wenn die „Hinweise für das Bauen im Winter“ der Rationalisierungsgemeinschaft Bauwesen im Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft –RKW – in ihrer jeweiligen Fassung nicht beachtet worden ist
    • Gründungsmaßnahmen oder Grundwasser oder durch Eigenschaften oder Änderungen am Baugrundes(„Schäden aus Grund und Boden“)
    • Ausfall der Wasserhaltung, insbesondere dann, wenn einsatzbereite Reserven ausreichender Leistung nicht zur Verfügung gehalten wurden; als einsatzbereit gelten Reserven nur, falls sie die Funktionen einer ausgefallenen Anlage ohne zeitliche Verzögerung übernehmen können; die Kraftquelle muss unabhängig von der davor eingesetzten Anlage sein
    • gänzliche Unterbrechung der Arbeiten auf dem Baugrundstück, falls nicht innerhalb von 3 Monaten mit der Wiederaufnahme der Arbeit begonnen wird, verfällt der Versicherungsschutz für Schäden an begonnen Leistungen, wenn diese auf die Unterbrechung zurückgeführt werden können.
    • Ohne Rücksicht auf weitere Ursachen sind nicht versichert Schäden durch:
      • gewöhnliche Witterungsverhältnisse
      • Baustoffe, die durch die zuständige Prüfstelle beanstandet oder vorschriftswidrig noch nicht geprüft wurden.
      • durch Kriegsereignisse jeder Art, Bürgerkriege, innere Unruhen, Streik, Aussperrung, Beschlagnahmen oder anderweitige hoheitliche Eingriffe
      • Kernenergie
  • Nur falls dies besonders vereinbart wurde, wird Entschädigung für Schäden durch Blitzschlag, Brand oder Explosion geleistet sowie durch Löschen oder Niederreißen bei diesen Ereignissen.
  • Für Schäden verursacht durch Grundwasser oder durch Gewässer, das durch Gewässer beeinflusst wird, wird Entschädigung ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen nur nach Maßgabe der spezifischen Bestimmungen für „Baustellen im Bereich von Gewässern oder in Bereichen, in denen das Grundwasser durch Gewässer beeinflusst wird“ geleistet.
Bei Vertragsabschluss hat der Versicherungsnehmer alle ihm bekannten Umstände, die für die Übernahme der Gefahr durch den Versicherer wichtig sind, anzugeben. Der Abschluss der Bauleistungsversicherung erfolgt im Normalfall über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren. Der Vertrag ist längstens gültig bis zum vereinbarten Ablauf oder

  • bis zur Bezugsfertigkeit oder
  • nach Ablauf von sechs Werktagen ab Benutzung oder
  • bis zu dem Tag der behördlichen Gebrauchsabnahme
Ausschlaggebend ist immer der früheste der vorab genannten Zeitpunkte.

Falls eine Vertragsverlängerung gewünscht ist, ist das dem Versicherungsunternehmen in schriftlicher Form, vor Ablauf, anzuzeigen.

Die Bauleistungsversicherung ist eine existenziell wichtige Versicherung für den Bauherren. Es ist ratsam einen Fachmann (z. B. Versicherungsmakler) zu kontaktieren.



Baurisiko:

Ist ein Begriff der der Rechtsschutzversicherung zuzuordnen ist. Das Baurisiko (Risiko im Bezug auf Immobilienangelegenheiten), bzw. die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen aus dem Baurisiko ist generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Das Baurisiko ist der ursächliche Zusammenhang mit dem Kauf oder dem Verkauf von

  • einem zu Bauzwecken vorgesehenen Grundstückes
  • die Planung oder Errichtung von Gebäuden oder Gebäudeteilen
  • die bauliche Veränderung eines Gebäudes oder Gebäudeteilen die einer Genehmigung bedarf
gemeint, dass sich im Besitz oder Eigentum des Versicherungsnehmers befindet oder welches der Versicherungsnehmer zu kaufen oder in Besitz zu nehmen beabsichtigt sowie die Finanzierung eines der vorab besagten Vorhaben.

Bauwesenversicherung:

Siehe auch Bauleistungsversicherung

Beamtenrabatt:



Beamtentarif:

Für Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes und Mitarbeitern gleichgeordneter Organisationen werden oft preiswertere Tarife zur Verfügung gestellt. Der so genannte Beamtentarif (auch B-Tarif genannt) ist findet hauptsächlich im Bereich der privaten Sachversicherungen Anwendung. Darunter fallen die Kraftfahrtversicherung (KFZ-Versicherung), Private-Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, Hausratversicherung u. Wohngebäudeversicherung

Es gibt keinen einheitlichen geregelten Rabatt für Beamtentarife bzw. für Versicherungen von Beamten. Von daher ist ein Prämien- bzw. Bedingungsvergleich in den einzelnen Versicherungssparten sinnvoll.



Beginn Versicherungsschutz:

Der Beginn des Versicherungsschutzes wird als materieller Versicherungsbeginn bezeichnet. Die Leistungspflicht der Versicherung, beginnt ab dem materiellen Beginn.

Desweitern siehe auch Formeller Beginn



Begünstigung:



Beitragsanpassung:

Beitragsanpassungsklausel:

Ist eine über den Versicherungsvertrag bzw. eine über die zugrunde gelegten Bedingungen geschlossene Vereinbarung. Die Prämienanpassungsklausel definiert, dass aufgrund veränderter Gegebenheiten (z. B. wesentlich höhere Aufwendungen), der tarifliche Beitragssatze eines geschlossenen Vertrages angepasst werden darf. Im Fall einer Beitragsanpassung hat der Versicherungsnehmer ein außerordentliches Kündigungsrecht, falls sich parallel nicht der Versicherungsumfang ändert. Das außerordentliche Kündigungsrecht des Versicherungsnehmers gilt bis zu dem Zeitpunkt ab dem die Beitragsanpassung wirksam werden soll.

Beitragsmessungsgrenze:

Beiträge zur GKV (gesetzliche Krankenversicherung) werden nur bis zu einer festgelegten Einkommensobergrenze erhoben. Diese sogenannte Beitragsbemessungsgrenze wird jedes Jahr aufs Neue an die allgemeine Gehalts- und Lohnentwicklung aller Versicherten angepasst.

Arbeitnehmer/innen mit einem Bruttogehalt über der maßgeblichen Versicherungspflichtgrenze, können zwischen der freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Private Krankenversicherung wählen.

Die Versicherungspflichtgrenzen sind wie folgt festgelegt:
2006: mindestens 47.250,— EUR Brutto (monatlich 3.937,50 EUR)
2007: mindestens 47.700,— EUR Brutto (monatlich 3.975,00 EUR)
2008: mindestens 48.150,— EUR Brutto (monatlich 4.012,50 EUR)
2009: mindestens 48.600,— EUR Brutto (monatlich 4.050,00 EUR)
2010: mindestens 49.950,— EUR Brutto (monatlich 4.162,50 EUR)
2011: mindestens 49.500,— EUR Brutto (monatlich 4.125,00 EUR)
2012: mindestens 50.850,— EUR Brutto (monatlich 4.237,50 EUR)
2013: mindestens 52.200,— EUR Brutto (monatlich 4.350,00 EUR)
2014: mindestens 53.550,— EUR Brutto (monatlich 4.462,00 EUR)

Die folgend aufgeführten Werte zur Beitragsbemessungsgrenze geben an, bis zu welcher Höhe die Einnahmen des Versicherten beitragspflichtig sind.

Die Beitragsbemessungsgrenze:
2006: 42.750 EUR Brutto (monatlich 3.562,50 EUR)
2007: 42.750 EUR Brutto (monatlich 3.562,50 EUR)
2008: 43.200 EUR Brutto (monatlich 3.600,00 EUR)
2009: 44.100 EUR Brutto (monatlich 3.675,00 EUR)
2010: 45.000 EUR Brutto (monatlich 3.750,00 EUR)
2011: 44.550 EUR Brutto (monatlich 3.712,50 EUR)
2012: 45.900 EUR Brutto (monatlich 3.825,00 EUR)
2013: 47.250 EUR Brutto (monatlich 3.937,50 EUR)
2014: 48.600 EUR Brutto (monatlich 4.050,00 EUR)



Beitragsdepot:

Das Beitragsdepot ist Bestandteil der kapitalbildenden Lebensversicherung. Die gesamte Prämie der Lebensversicherung wird in Form einer Beitragsvorauszahlung dem Beitragsdepot gutgeschrieben. Dem Beitragsdepot werden über den festgelegten Zeitraum die Beiträge zur Lebensversicherung in Raten entnommen und anschließend wird es aufgelöst. Das Guthaben des Beitragsdepotes wird während dieser Laufzeit verzinst. Die Kapitalbildende Lebensversicherung hat eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren.

Beitragsfreie Versicherung



Beitragsfälligkeit:

Die Beitragsfälligkeit ist der im Versicherungsvertrag festgelegte Zeitpunkt, an dem der erste Beitrag oder der darauf folgende Beitrag zu zahlen ist. Man unterscheidet zwischen Hauptfälligkeit (i. d. R. Ende des Versicherungsjahres) und der Zwischenfälligkeit (z. B. eine halbjährliche Zahlung). Eine Beendigung des Vertrags ist immer nur zur Hauptfälligkeit, unter Einhaltung der festgelegten Kündigungsfrist möglich.

Beitragsstundung:

Besonders bei Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen ist die Beitragsstundung eine Alternative zur unnötigen Kündigung eines bestehenden Vertrages. Im Detail betrachtet, ist die Beitragsstundung ein zeitlich begrenzter Aufschub der fälligen Beitragszahlung. Nach Ablauf der Beitragsstundung hat der Versicherungsnehmer die offenen Beiträge zuzüglich der vereinbarten Stundungszinsen nachzuzahlen. Alternativ hat der Versicherungsnehmer nach der Beitragsstundung auch die Möglichkeit eine Laufzeitverlängerung zu beantragen und somit die aufgelaufenen Beiträge der Stundung ausgleichen. Dabei ist zu beachten, dass eine Beitragsstundung lediglich dann möglich ist, wenn es sich um einen rückkauffähigen Vertrag handelt. Weitere Alternativen zum Begleichen der Rückstände der Beitragsstundung können je nach Konstellation, eine Beginn Verlegung oder ein Policen Darlehen sein.

Beitragsverrechnung:



Beitragszahler:

Normallerweise ist der Versicherungsnehmer auch der Beitragszahler der Versicherungsprämien. Es ist jedoch auch möglich, dass die Versicherungsbeiträge durch jemand anderen (Dritter) gezahlt werden. Der Dritte muss den eventuell vereinbarten Lastschrifteinzug in schriftlicher Form zustimmen. Der Versicherungsnehmer bleibt trotzdem der Schuldner der Versicherungsprämie und der Beitragszahler stehen keinerlei Rechte aus dem Vertragsverhältnis zu .

In Bezug auf kapitalbildende Versicherungen siehe auch unter Geldwäschegesetz.



Beleihung:

Die Beleihung ist eine Vorauszahlung auf zukünftige Versicherungsleistungen der klassischen Lebensversicherung. Der Versicherungsnehmer zahlt während der Beleihung einen festgelegten Zins an das Versicherungsunternehmen. Aufgrund der Beleihung verringert sich die Versicherungsleistung – Todesfallleistung, Rückkaufswert, Ablaufleistung- angepasst an der Höhe des Beleihungsbetrages.

Beraubung:

Beraubung (gem. VHB 2003) liegt vor, falls

gegen den Versicherungsnehmer oder einer anderen berechtigten Person in der Wohnung Gewalt angewendet wird, um gegen ihren Willen versicherte Sachen zu entwenden. Schlussfolgerung daraus der einfache Diebstahl oder Trickdiebstahl ist nicht versichert, da keine Gewaltanwendung vorliegt!

Unter Beraubung zählt auch, wenn versicherte Sachen herausgegeben oder weggenommen werden, weil Gefahr für Leib oder Leben besteht. Jedoch gibt es hierfür eine örtliche Begrenzung auf den Versicherungsort.

Ferner liegt eine Beraubung laut Bedingung vor, wenn versicherte Sachen entwendet werden, weil aufgrund eines Unfalls oder einer nicht verschuldeten sonstigen Ursache der körperliche Zustand beeinträchtigt war und dadurch die Widerstandskraft ausgeschaltet war.



Berechtigter Fahrer:

Eine Person, die mit Wissen u. Willen des Fahrzeuginhabers das Fahrzeug fährt.
In der Kraftfahrtversicherung hat der berechtigte Fahrer den selben Versicherungsschutz wie der Besitzer des Kraftfahrzeuges.



Bereicherungsverbot:

Auch wenn die Versicherungssumme höher als der Versicherungswert zum Zeitpunkt des Schadenfalles ist, besteht vonseiten des Versicherers keine Verpflichtung, mehr als den entstandenen Schaden an den Versicherungsnehmer zu ersetzen.

Siehe hierfür § 55 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)



Bergungskosten:

Bergungskosten sind über besondere Bedingungen (BB Bergungskosten) geregelt und im Normalfall kostenlos mitversichert.

Die vereinbarten Bergungskosten decken Aufwendungen für Suchaktionen von Unfallverletzten und Toten sowie den Transport in das nächste gelegene Krankenhaus bzw. Spezialklinik oder die Überführung zum Heimatort ab, falls diese von öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlich organisierten Rettungsdiensten in Rechnung gestellt werden.



Berufsgruppe:



Berufsgruppenrabatt:

Den Berufsgruppenrabatt der Kraftfahrtversicherung wird für ausgewählte Berufe oder Berufsgruppen vergeben. Welche Berufsgruppen oder Berufe letztendlich Rabattiert werden, steht dem Versicherer frei.

Zur Gewährung des Berufsgruppennachlasses, verlangt der Versicherer einen Arbeitgebernachweis. Der Rabatt bezieht sich immer auf die Haupttätigkeit des Versicherungsnehmers. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, den KFZ-Versicherer bei Berufswechsel zu informieren, ansonsten darf der Versicherer eine Vertragsstrafe erheben und/oder den Versicherungsbeitrag erhöhen.



Berufsunfähigkeit:



Berufsunfähigkeitsrente:

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung beschreibt die Berufsunfähigkeit wie folgt:

Eine Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall die versicherte Person voraussichtlich mindestens 6 Monate ohne Unterbrechung zu mindestens 50% außerstande ist, den vor dem Versicherungsfall ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eingerichtet war, auszuüben. Die Berufsunfähigkeit ist durch einen Arzt nachzuweisen und die versicherte Person darf in dieser Zeit keine andere Tätigkeit stattdessen ausüben.

Tipp:
Es ist zu beachten, dass enorme Unterschiede, gerade was die Anerkenntnis und Leistungspflicht betrifft, in den Bedingungswerken zur Berufsunfähigkeitsversicherung gelten! Eine Beratung durch einen versierten Fachmann ist dringend anzuraten. Hier gilt: Das Bedingungswerk ist wichtiger als die Prämienhöhe!



Besitzer:

Gemäß Bürgerlichen Gesetzbuch beschreibt der Begriff Besitz die tatsächliche Sachherrschaft (Verfügungsgewalt) einer Person über eine Sache unabhängig von der rechtlichen Beziehung zu dieser Sache. Ausschlaggebend ob jemand eine Sache in Besitz hat, ist nicht ob die Sache dessen Eigentum zuzuschreiben ist, sondern ob die Person eine tatsächliche Verfügungsgewalt über eine Sache inne hat.

Besondere Bedingungen:

siehe dazu Besondere Versicherungsbedingungen (BVB)



Betriebliche Altersversorgung:

Bewachungskosten:

Bewegliche Sachen:

Bezugsberechtigte Person:

Bezugsberechtigung:

Eine Bezugsberechtigte Person ist in der privaten Renten-, Lebens- u. Unfallversicherung angegeben. Die Bezugsberechtigte Person kann nur vom Versicherungsnehmer bestimmt werden und erhält die vereinbarten Leistungen im Versicherungsfall oder bei regulärem Ablauf des Versicherungsvertrages.

Beispiele:

*Unfallversicherung: Bezugsberechtigte Person erhält die Leistung im Todesfall
*Lebensversicherung: Bezugsberechtigte Person erhält die Leistung im Todesfall und/oder Erlebensfall
*Rentenversicherung: Bezugsberechtigte Person erhält die Leistung im Todesfall und/oder Erlebensfall



Die Bezugsberechtigte Person kann jederzeit vom Versicherungsnehmer geändert werden, es sei denn es wurde ein unwiderrufliches Bezugsrecht vereinbart. Es ist auch möglich mehrere Bezugsberechtigte Personen zu ernennen. Ist kein Bezugsrecht zugunsten Dritter festgelegt, so bleibt der Anspruch aus dem Versicherungsvertrag beim Versicherungsnehmer oder geht im Falle eines vorzeitigen Ablebens auf die gesetzlichen Erben über.



Bezugsrecht:

Versicherungsnehmer einer Unfall-, Renten- oder Lebensversicherung sind dazu berechtigt, bei Vertragsabschluss oder während der Vertragslaufzeit eine Bezugsberechtigung für die vereinbarten Leistungen festzulegen. Die Begünstigung einer anderen Person kann wahlweise widerruflich oder unwiderruflich sein. Wird eine unwiderrufliche Begünstigung ausgemacht, so kann das Bezugsrecht lediglich mit Zustimmung des bisherigen Begünstigten abgeändert werden. Dies gilt auch für die Beleihung und Abtretung. Nach Eintritt des Versicherungsfalles wandelt sich das widerrufliche Bezugsrecht automatisch in ein unwiderrufliches Bezugsrecht um.



Billigungsklausel:

Die Billigungsklausel besagt, dass der Versicherungsschein vom Antrag abweichen darf, falls folgend aufgeführte Kriterien erfüllt sind:

  • deutliche Kennzeichnung der Abweichung im Versicherungsschein
  • wenn über die eingeräumte Widerspruchsfrist informiert wurde
Der Versicherungsnehmer kann innerhalb eines Monats nach Zugang des Versicherungsscheines das Widerspruchsrecht (in schriftlicher Form) in Anspruch nehmen.

Kommt das Versicherer nicht der Kennzeichnung von Abweichungen nach oder unterlässt er die Belehrung des Kunden über die Widerspruchsfrist, so gilt der beantragte Versicherungsschutz als vereinbart.



Bindefrist:

Der Versicherungsnehmer ist bis zum Ablauf der Bindefrist, die entweder im VVG, in den AVB oder im Antrag beschrieben ist, an den gestellten Versicherungsantrag gebunden. Das Versicherungsunternehmen hat während dieser Zeit, ausreichend Möglichkeit die Risikoprüfung vorzunehmen. Der Versicherer hat das Recht, den zeitlichen Rahmen der vereinbarten Bindefrist, voll auszuschöpfen.

Nimmt ein Versicherungsunternehmen den Vertrag erst nach Ablauf der Bindefrist an, so gilt die Vertragsannahme als verspätet und ein neuer Antrag muss vom Antragsteller unterschrieben werden.

Folgende Fristen gibt der Gesetzgeber vor:

  • 2 Wochen in der Kfz-Haftpflichtversicherung
  • 2 Wochen in der Feuerversicherung
  • 6 Wochen in der Lebensversicherung
Biogasanlagen Versicherung:



Biogaskraftwerk – Versicherung:

Blitzschlag:

Definition für Risiko: Blitzschlag ist das unmittelbare Einschlagen eines Blitzes auf Sachen. Kurzschluss- und Überspannungsschäden an elektrischen Einrichtungen sind lediglich versichert, wenn ein Blitz direkt in versicherte Sachen eingeschlagen ist.

Mit Blitzschlag ist ein nicht zündendender, kalter Blitz gemeint, da die Schäden eines zündenden Blitzschlages aus dem daraus resultierenden Brandschaden abgsichert sind. Schäden aus kalten Blitzschlägen sind Beispielsweise Sengschäden, Luftdruckschäden, Verfärbungen, Verformungen, Verschmelzungen, Zersplitterung oder auch Risse im Mauerwerk. Durch Blitz herbeigeführte Überspannungsschäden und Kurzschlüsse an elektrischen Geräten sind im Normalfall nur über gesondert zu beantragende Deckungserweiterungen versichert.

Blitzschlag ist in der

  • Hausratversicherung
  • Gebäudeversicherung
  • Betriebs-Inhaltsversicherung
Mitversichert.



Bonussystem:



Brand:

Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft ausbreitet.

Bußgeldkatalog:

Der Bußgeldkatalog führt die Ordnungswidrigkeiten im Verkehrsbereich incl. der jeweiligen Bußgeldhöhen auf.


C

D

Daten Rechtsschutz:

Der Daten-Rechtsschutz ist ein besonderer Versicherungsschutz für die Verteidigung bei Vorwurfs einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Die versicherten Personen genießen Versicherungsschutz, wenn eine gerichtliche Abwehr von Ansprüchen nach dem Bundesdatenschutzgesetz auf Auskunft, Löschung, Berichtigung und Sperrung oder eine Verteidigung wegen des Vorwurfs einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit gemäß §§ 43, 44 BDSG erforderlich ist. Hierbei kann es sich Beispielweise um unzulässige oder unrichtige Speicherung oder Weitergabe von Daten im Netz handeln.

Datenschutz:

Deckung:

Deckungskapital:

Als Deckungskapital eines Lebensversicherungsvertrages bezeichnet man die nicht für die Risikoübernahme oder Kosten verbrauchten Teile des Beitrags, die verzinslich angespart werden. Beendet man den Vertrag vorzeitig, bekommt man den Rückkaufswert (auch Rückvergütung genannt) ausbezahlt. Zum Rückkaufswert, der sich aus dem Deckungskapital mit einem üblichen geringen Kostenabschlag (Stornoabzug) ergibt, kommen noch die Überschussanteile obendrauf.

Geht es um eine fondsgebunden Versicherungen ergibt sich das Deckungskapital aus dem Wert der Fondsanteile.

Deckungsrückstellung:

Die Deckungsrückstellung ist ein nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneter Kapitalwert der bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Versicherungsleistungen und Rückgewährbeträgen in Bezug auf die Kranken-, Lebens-, Haftpflicht- und Unfallversicherung.

Handelt es sich um eine Lebensversicherung, ist es das Kapital, dass aus dem Teil der Prämie entsteht und verzinslich angesammelt wird, die nicht für Risikodeckung und Kosten aufgebraucht wird. Diesen dabei zugrunde gelegten Jahreszins, bezeichnet man als ‘rechnungsmäßigen Zins’.

Aufgrund strenger Vorschriften bei der Berechnung der Deckungsrückstellung und der Verantwortlichkeit der Einhaltung durch einen Aktuar sowie die Anlage des zum Deckungsstock gehörenden Vermögens, ist es für den Versicherungsnehmer letztendlich eine Garantie für die Erfüllbarkeit seiner vertraglichen geregelten Ansprüche.

Deckungsstock:

Deckungssumme:

Die Deckungssumme ist ein Begriff aus der Haftpflichtversicherung und ist wie die Versicherungssumme eine Begrenzung der Versicherungsleistung.

Die Deckungssummen der Haftpflichtversicherung kann für Personen-, Sach- u. Vermögensschäden gleich hoch vereinbart werden oder es werden unterschiedliche Deckungssummen ausgemacht (Beispielsweis 3 Mio. € Personenschäden, 1 Mio. € Sachschäden und 250.000,- € Vermögensschäden). Die Deckungssummen beschränkt die Zahlungshöhe je versicherten Schadenfalles. Erfolgt mehr wie ein Schaden, so ist die Gesamtleistung des Versicherers meistens auf das 2-Fache der Deckungssumme begrenzt. Je nach Haftpflichtsparte ist die Deckungssumme auch nur einfach für mehrere Schäden.

Übersteigen die Kosten des Schadenfalles die Deckungssumme, so muss der Versicherungsnehmer den nicht von der Versicherung abgedeckten Teil, selber tragen.

Deckungszusage:

siehe auch Vorläufige Deckungszusage

Diebstahl:

Unter Diebstahl versteht man, die Wegnahme von Sachen durch Dritte mit der Absicht, sich diese rechtswidrig anzueignen. Im Unterschied zum Einbruchdiebstahl werden dabei keine erwähnenswerten Hindernisse überwunden. Der “einfache” Diebstahl ist in der Hausratversicherung oft nicht versichert.

Diensthaftpflichtversicherung:

Die Diensthaftpflichtversicherung ist eine Haftpflichtversicherung speziell für Beamte, Angestellte oder Arbeiter im öffentlichen Dienst. Sie wird mit der Privat-Haftpflichtversicherung zusammen angeboten bzw. abgeschlossen. Je nach Versicherungstarif bzw. Anbieter unterscheidet man zwischen der Diensthaftpflicht für Lehrer und der Diensthaftpflicht für Verwaltungsangestellte. Der Versicherungsschutz wird in den Risikobeschreibungen und den besonderen Bedingungen für die Diensthaftpflichtversicherung definiert.

Direktgutschrift:

Direktversicherung:

Als Direktversicherung wird jede Art von Versicherung bezeichnet, bei der der Arbeitgeber Beitragszahler und Versicherungsnehmer und der Arbeitnehmer versicherte Person ist. Zudem ist das Bezugsrecht im Todes- und Erlebensfall auf den Arbeitnehmer und dessen Hinterbliebenen ausgerichtet.

Die Direktversicherung in Form einer betrieblichen Altersversorgung ist für alle Arbeitnehmer in weitem Sinn des Wortes anwendbar. Das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (§ 17 BetrAVG) schließt ausdrücklich auch Personen, die keine Arbeitnehmer sind, aber für ein Unternehmen tätig sind, in die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen des Gesetzes mit ein.

Direktversicherungen kann jeder Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer abschließen. Für Arbeitnehmer von Personengesellschaften, Selbständigen und freiberuflich Tätigen gilt dies auch.

Personengesellschaften (Inhaber, Unternehmer, Mitinhaber) selbst, können keine Direktversicherungen abschließen. Für eigentümernahe Arbeitnehmer, insbesondere Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften, Arbeitnehmer-Ehegatten von Personengesellschaftern, sind vor allen Dingen bezüglich der gesetzlichen Insolvenzsicherung und der steuerlichen Anerkennung gewisse Einschränkungen zu beachten.

Die Standard Direktversicherung und die Vorteile für den Arbeitnehmer:

Die Direktversicherung verringert den Nettoaufwand durch die Steuerfreiheit der Beiträge im zulässigen Rahmen des § 3 Nr. 63 EStG.

  • Versicherungsschutz ab Beginn
  • Die Überschussbeteiligung erhält Kaufkraft der Versorgungszusage
  • Sicherheit der Versorgungsleistungen durch Lebensversicherungslösungen
  • Sicherheit der unverfallbaren Ansprüche durch Mit Gabe der Lebensversicherung
  • Pauschale Besteuerung der Beiträge bzw. Steuerfreistellung der Beiträge gem. § 3 Nr. 63 EStG
  • steuerfreier Zufluss aller Kapitalleistungen aus dem Versicherungsvertrag
    (gilt lediglich für pauschal besteuerte Direktversicherungen)
    (sofern bei diesen nicht die Kapitalertragsteuer in der Lebensversicherung anfällt)
  • günstige Ertragsanteilbesteuerung aller Rentenleistungen aus dem Versicherungsvertrag
    (gilt lediglich für pauschal besteuerte Direktversicherungen)
  • Flexibel bei Arbeitsplatzwechsel
  • Möglichkeit von Gehaltsumwandlung in der Direktversicherung.

Die Standard Direktversicherung und die Vorteile für den Arbeitgeber:

  • keinerlei Verwaltungsaufwand;
  • auf Wunsch übersichtliche Finanzierung durch gleich bleibende Beiträge, die bei einer Altzusage vor 2005 zusammen mit der Pauschalbesteuerung abzugsfähig sind
  • es besteht keine Aktivierungspflicht aus der Versicherung
  • volle Auslagerung sämtlicher betriebsfremden Versicherungsrisiken
    (Tod, lebenslanger Rentenbezug, Invalidität, Kapitalanlage)
  • keine Zusatzkosten, insbesondere keine Sozialabgaben auf Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze und keine Aufwendungen für die Insolvenzsicherung
  • keine Folgelasten, keine Belastungen insbesondere für unverfallbare Anwartschaften, keine Pflicht zur Anpassungsprüfung für laufende Leistungen
  • kaum Liquiditätsentzug aufgrund der Möglichkeit von Abtretung oder Beleihung
    (es könnte sein das dann eine Insolvenzsicherung erforderlich wird).
Direktvertrieb:

Als Direktvertrieb bezeichnet man Gesellschaften, die komplett auf Versicherungsvertreter im Außendienst verzichten. Ein Vertragsabschluss erfolgt gewöhnlich via Post, Fax oder über das Internet. Die Betreuung erfolgt dann via Telefon, E-Mail, Post oder Fax.

Doppelkarte:

siehe auch Versicherungsbestätigungskarte

Doppelversicherung:

Bestehen in der Schadenversicherung für ein und dasselbe Objekt bzw. Interesse mehrere Versicherungsverträge gegen die gegen die gleiche Gefahr absichern und das bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften, dann haften die beteiligten Versicherer im Versicherungsfall gesamtschuldnerisch.

Übersteigen die Summen der Versicherungen zusammenaddiert den Versicherungswert beziehungsweise die Summe der Entschädigungen, die von jedem einzelnen Versicherer zu zahlen wären, so erhält der Versicherungsnehmer trotzdem nicht mehr als den entstandenen Gesamtschaden. Die Höhe der Entschädigung der einzelnen Versicherer erfolgt in Abhängigkeit der vom Versicherungsnehmer entrichteten Versicherungsprämie.

Ist eine Doppelversicherung in rechtswidriger Absicht zustande gekommen, so ist jeder dieser Verträge, ab Kenntnisnahme des Versicherers, nichtig. Dem Versicherer stehen trotzdem alle bis zum Ende der laufenden Versicherungsperiode anfallenden Prämien zu.

Die Aufhebung oder Herabsetzung wird erst mit dem Ablauf der Versicherungsperiode wirksam, in der sie beantragt wurde. Das Recht, die Aufhebung oder die Herabsetzung zu verlangen, erlischt, wenn der Versicherungsnehmer es nicht unverzüglich nachdem er von der Doppelversicherung Kenntnis erlangt hat meldet.
Bei einer unbeabsichtigten Doppelversicherung kann der zuletzt abgeschlossene
Versicherungsvertrag angepasst oder aufgehoben werden.

Drei Säulen Konzept:

Das Drei Säulen Konzept ist ein Modell der Altersvorsorge. Es stützt sich auf eine optimale Altersvorsorge durch die Kombination der gesetzlichen Rentenversicherung, der private Altersvorsorge und der betriebliche Altersvorsorge.

Dritter:

Ein Versicherungsvertrag wird zwischen zwei Vertragspartnern, dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer geschlossen. Es kann aber auch eine dritte Person (Dritter) in einem Versicherungsvertrag mitwirken. Zum Beispiel in der Lebensversicherung, Krankenversicherung oder Unfallversicherung kann für eine dritte Person (auch versicherte Person genannt) Versicherungsschutz abgeschlossen werden. Dritter ist auch die Bezugsberechtigte Person, die vertragsgemäße Versicherungsleistungen erhält.

Handelt es sich um einen Schadenfall in der Sachversicherung, dann ist der Dritte, bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Kaskoversicherung, Glasversicherung) die zu Schaden gekommene Person. Diese hat weder mit dem Versicherungsnehmer noch mit dem Versicherungsunternehmen eine vertragliche Beziehung.

Dynamik:

Dynamische Lebensversicherung:

Durch eine vereinbarte Dynamisierung der Lebensversicherung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit und das Recht, die Prämie und somit auch die Leistungen seiner Versicherung zu erhöhen. Ein großer Vorteil der Dynamik ist, dass keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt. Auch dann nicht, wenn die versicherte Person zwischenzeitlich schwer erkrankt ist. Noch ein Vorteil ist der Inflationsausgleich, der durch die Dynamik zustande kommt.

Dynamisierungen können in unterschiedlichen Varianten eingeschlossen werden. Üblich sind die prozentualen Dynamisierungen von 2 bis 10 Prozent, die Dynamisierung in Anlehnung an die Entwicklung des Höchstbeitrages der gesetzlichen Rentenversicherung und die Dynamisierungen analog des Preisindexes zur Lebenshaltung. Dynamisiert wird immer die Vorjahresprämie.

Je nach Tarif und Vereinbarung muss die Dynamisierung nicht zwingend alle Leistungen verbessern. Es kann durch eine Dynamisierung z. B. auch lediglich die Leistung im Erlebensfall verbessert werden und die Todesfallleistung bleibt auf demselben Niveau.

Die durch Dynamisierung ausgemachten Erhöhungen beziehen sich immer auf den Zeitpunkt der Erhöhung und die Restlaufzeit des Versicherungsvertrages unter der Berücksichtigung des derzeitigen Alters der versicherten Person.

Die vereinbarte Dynamisierung kann vom Versicherungsnehmer abgelehnt werden. Er kann dieser innerhalb eines Monats nach Wirksamkeit widersprechen. Wird der Dynamisierung mehr als 2 mal widersprochen, so entfällt diese für die Zukunft.

Siehe Dynamik



E

EU Rentenbescheid_

Soweit aus dem unbefristeten Rentenbescheid des Sozialversicherungsträgers klar hervorgeht, dass die vollständige Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person allein medizinisch begründet ist, genügt dieser Nachweis bei einigen Versicherern zum Nachweis der eingetretenen Berufsunfähigkeit.

Eigentum:

Darunter versteht man die rechtliche Verfügungsgewalt einer Person über eine Sache.

Eigentumswechsel Gebäudeversicherung:

Mit dem Tag der Eintragung in die erste Abteilung des Grundbuches, geht zusammen mit der Immobilie, auch der Gebäudeversicherung auf den Käufer über. Diese Regelung wurde vom Gesetzgeber zum Schutz der Erwerber getroffen, damit diese nicht plötzlich ohne Versicherungsschutz dastehen.

Falls das Gebäude nicht infolge gesetzlichen Erbgangs übernommen wurde, ist der Käufer berechtigt, den bestehenden Versicherungsvertrag sofort oder zum Ablauf der laufenden Versicherungsperiode zu kündigen. Die Kündigung muss innerhalb einer Frist von einem Monat den Versicherer in Schriftform zugehen. Die Frist beginnt

  • bei einem normalen Kauf zum Zeitpunkt der grundbuchamtlichen Umschreibung (in der ersten Abteilung).
  • ab dem Tag, an dem der Käufer Kenntnis von der bestehenden Gebäudeversicherung erlangt hat (nach der grundbuchamtlichen Umschreibung).
  • mit dem Zuschlag bei Zwangsversteigerungen (der Grundbucheintrag ist unerheblich)
Bei einem Eigentumswechsel infolge Erbgang ist eine Kündigung durch den Erben nicht möglich.

Die Kündigung der Gebäudeversicherung muss in schriftlicher Form, mit Anlage der grundbuchamtlichen Umschreibung, innerhalb der o. g. Fristen dem Versicherer zugehen. Wird eine Kündigung vor der grundbuchamtlichen Umschreibung ausgesprochen, so ist gilt diese als rechtsunwirksam.

Der Veräußerer und der Erwerber haften Gesamtschuldnerisch für die Prämie der laufenden Versicherungsperiode. Kündigt der Käufer den Gebäudeversicherungsvertrag, so steht nur der Verkäufer in der Haftung.

Einbruchdiebstahl:

Einbruchdiebstahl und die damit verbundenen Gefahren Vandalismus und Raub sind Bestandteil der Hausratversicherung.

In den Bedingungen der Hausratversicherung (VHB 2003) wird der Einbruchdiebstahl wie folgt definiert:

Einbruchdiebstahl liegt dann vor, wenn jemand Sachen entwendet,

  • nach dem diese Person in einen Raum eines Gebäudes einbricht, einsteigt oder mittels falscher Schlüssel oder anderem
  • nicht zum Öffnen bestimmtem Werkzeuge eindringt. Als ‘falschen Schlüssel’ bezeichnet man einen Schlüssel, der ohne Wissen des Besitzers angefertigt wurde. Das falsche Schlüssel benutzt worden sind ist nicht damit bewiesen, dass versicherte Sachen abhandengekommen sind
  • in dem er in einem Raum eines Gebäudes ein Behältnis durch Gewalteinwirkung aufbricht oder falsche Schlüssel oder andere nicht zum ordnungsgemäßen Öffnen bestimmte Werkzeuge benutzt, um es zu öffnen
  • in dem er in einem Raum eines Gebäudes ein Behältnis mittels des richtigen Schlüssel öffnet, welchen er auch außerhalb der Wohnung durch Einbruchdiebstahl oder Beraubung an sich gebracht hat
  • in dem er in einen Raum eines Gebäudes mittels richtiger Schlüssel eindringt, die er ebenfalls außerhalb der Wohnung– durch Beraubung oder ohne fahrlässiges Verhalten des Versicherungsnehmers durch Diebstahl an sich gebracht hat
  • aus der abgesperrten Wohnung Sachen entwendet, nachdem er sich dort eingeschlichen oder verborgen gehalten hatte
  • in einem Raum eines Gebäudes bei einem Diebstahl ertappt wird und eines der Mittel der bedingungsgemäßen Beraubung anwenet, um sich den Besitz weggenommener Sachen zu erhalten
Einmalbeitrag:

Mit dem Einmalbeitrag wird die Prämie für die gesamte Versicherungsdauer im Voraus entrichtet (Lebensversicherung).

Einwirkungsschaden:

Der Einwirkungsschaden ist der Sachversicherungen (z. B. Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung) zuzuordnen. Er ist ein Schaden, der aufgrund einer unmittelbaren oder direkten Einwirkung der versicherten Gefahr entsteht.

Einzelunfallversicherung:

siehe auch Unfallversicherung

Einzelfahrerrabatt:

Der Einzelfahrerrabatt findet in der KFZ-Versicherung Anwendung. Wird das Kraftfahrzeug ausschließlich vom Versicherungsnehmer gefahren, wird von den meisten Versicherungen ein Einzelfahrerrabatt (auch Alleinfahrerrabatt genannt) eingeräumt. Änderungen, wenn z. B. der Ehepartner, Lebensgefährte, Kind oder andere Personen das KFZ fahren, müssen der Versicherungsgesellschaft gemeldet werden.

Werden bei Antragstellung absichtlich falsche Angaben gemacht oder werden während der Vertragslaufzeit die Änderungen vom Versicherungsnehmer bewusst nicht angezeigt, so kann der Versicherer eine Vertragsstrafe verlangen und/oder den Versicherungsbeitrag anpassen.

Weitere Rabatte in der Kraftfahrtversicherung:

  • Berufsgruppenrabatt
  • Erstbesitzerrabatt
  • Frauenrabatt
  • Fahrzeugalterrabatt
  • Garagenrabatt
  • Beamtenrabatt
  • Wenigfahrerrabatt
Einzugsermächtigung:

siehe auch Lastschriftverfahren

Elektronikversicherung:

Die Elektronikversicherung gehört den technischen Versicherungen an. Eine Elektronikversicherung wird normalerweise von gewerbetreibenden oder Freiberuflern beantragt. Da elektrotechnische Maschinen bzw. Geräte immer mehr Anwendung finden, gibt es mittlerweile einige Elektronikversicherungen für spezielle Berufsgruppen, Branchen und Elektrotechnische-Anlagen. Folgend aufgeführte Versicherungskonzepte sind gängig im Rahmen der Elektronikversicherung:

  • Elektronikversicherung für Arztpraxen
  • Elektronikversicherung für Büros
  • Photovoltaikversicherung Elektronikversicherung für Photovoltaikanlagen
Abgesichert sind alle elektronischen Geräte, Anlagen und Systeme. Dazu zählen je nach Tarif

  • Kommunikationstechnik, Datentechnik, Bürotechnik
  • Prüftechnik, Kassen und Waagen, Messtechnik,
  • Satztechnik und Reprotechnik
  • Ton- und Bildtechnik
  • Medizintechnik
Die Versicherungssumme wird üblicherweise pauschal gebildet, d. h. es werden alle zu versichernden Geräte zusammen mit einer Gesamtsumme versichert. Somit entfällt eine Meldung der einzelnen Positionen gegenüber dem Versicherer.

Der Elektronikversicherung sind die Allgemeinen Bedingungen für die Elektronikversicherung (ABE) zugrunde gelegt. Die Besonderheit bei dieser Art von Versicherung ist das es sich um eine Allgefahrendeckung handelt. Im Gegensatz zu den sonst bekannten Versicherungsbedingungen, ist all das versichert, was nicht ausgeschlossen ist. Dies ist laut den ABE über den §2 Versicherte Schäden und Gefahren so definiert.

1. Der Versicherer zahlt Leistungen für Sachschäden an versicherten Objekten durch vom Versicherungsnehmer oder dessen Repräsentanten nicht rechtzeitig vorhergesehene Ereignisse und bei Abhandenkommen versicherter Objekte durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung.
Leistungen werden ausgezahlt für Beschädigungen oder Zerstörungen (Sachschäden), insbesondere durch
a) Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit Bedienungsfehler,
b), Kurzschluss, Überspannung, Induktion
c) Brand, Blitzschlag, Explosion sowie Schwelen, Glimmen, Sengen, glühen oder Implosion (einschließlich der Löschschäden, Niederreißen, Ausräumen oder Abhandenkommen infolge eines dieser Ereignisse)
d) Feuchtigkeit, Wasser, Überschwemmung
e) Sabotage VorsatzDritter, Vandalismus
f) höhere Gewalt
g) Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler

Die hier aufgelisteten Gefahren sind nicht abschließend, da sie mit dem Wort ‘insbesondere’ eingeleitet werden. Das heißt, dass alle zusätzlichen Gefahren, die hier nicht erwähnt wurden, automatisch mitversichert sind, solange diese nicht über einen Ausschluss oder eine Leistungseinschränkung an anderer Stelle definiert werden.

Standardmäßig sind in den ABE §2 folgende Ausschlüsse festgelegt

5. Der Versicherer leistet ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen keine Entschädigung für folgende Schäden
a) die durch Vorsatz des Versicherungsnehmers oder dessen Repräsentanten verursacht wurden;
b) durch jegliche Art von Kriegsereignissen oder inneren Unruhen;
c) durch Kernenergie*);
d) die während Erdbeben oder als deren Folge entstehen;
e) durch normale betriebsbedingte oder betriebsbedingter vorzeitige Abnutzung oder Alterung; für Folgeschäden an weiteren Austauscheinheiten wird jedoch Entschädigung gezahlt. Nr. 2 bleibt unberührt.
6. Ist der Beweis für das Vorliegen einer dieser Ursachen gemäß Nr. 5 b bis d nicht zu erbringen, so genügt die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf eine dieser Ursachen zurückzuführen ist.
7. Der Versicherer leistet ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen außerdem keine Entschädigung für Schäden, für die ein Dritter als Lieferant (Hersteller oder Händler), Werkunternehmer oder aus Reparaturauftrag aufzukommen hat.
Streitet der Dritte seine Eintrittspflicht ab, so leistet der Versicherer zunächst Entschädigung.
Sollte sich nach der Zahlung der Entschädigung ergeben, dass ein Dritter für den Schaden einzutreten hat und bestreitet der Dritte dies, so behält der Versicherungsnehmer zunächst die bereits gezahlte Entschädigung.

Weitere Ausschlüsse, Leistungseinschränkungen welche in den ABE nicht erwähnt sind, werden üblicherweise durch Klauseln, Besondere Vereinbarungen oder Besondere Bedingungen festgelegt. Das selbe gilt für Leistungserweiterungen von branchen- oder anlagenspezifischen Besonderheiten, da Geräte aus der Medizintechnik oder Photovoltaikanlagen jeweils andere Anforderungen an den Versicherungsschutz stellen.

Elementarschadenversicherung:

Die Elementarschadenversicherung ist seperat als Ergänzung zur Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung abschließbar.

Entschädigungsleistungen werden für versicherte Sachen gezahlt, die durch

  • Überschwemmung des Versicherungsortes
  • Erdbeben
  • Erdsenkung
  • Erdrutsch
  • Schneedruck
  • Lawinen
  • und evtl. Vulkanausbruch
komplett zerstört oder beschädigt wurden.

Elementarversicherung:

siehe auch Elementarschadenversicherung

Elternzeit:

Ein gesetzlich festgelegter Anspruch auf unbezahlte Freistellung zur Betreuung und Erziehung eines Kindes, den der Arbeitgeber gewähren muss. Den Rechtsanspruch auf Elternzeit haben berufstätige Frauen und Männer, welche ihr Kind selbst betreuen und erziehen. Das Recht auf Elternzeit steht auch Adoptiveltern und Vollzeit-Pflegeeltern zu.

Der Berufstätige Elternteil der in Elternzeit geht, muss dies gegenüber dem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit schriftlich anmelden. Folgende Daten muss die Anmeldung enthalten.

  • Beginn der Elternzeit
  • Ende der Elternzeit
  • Wunsch einer Teilzeitbeschäftigung
Achten Sie darauf, dass Sie die Genehmigung zur Elternzeit vom Arbeitgeber schriftlich bestätigt bekommen.

Wie die Mütter, dürfen auch Väter ab dem Tag der Geburt in Elternzeit gehen. Hier muss man jedoch einige wichtige Besonderheiten beim Kündigungsschutz beachten. Frauen profitieren vom Kündigungsschutz von dem Tag an, an dem sie ihren Arbeitgeber von ihrer Schwangerschaft benachrichtigt haben. Der Kündigungsschutz geht auch nahtlos in den der Elternzeit über. Bei Männern ist die Regelung etwas anders, denn bei Männern, die Vätermonate in Anspruch nehmen oder die Arbeit noch länger unterbrechen möchten, setzt der Kündigungsschutz erst acht Wochen vor Beginn der Elternzeit ein. Da der letztmögliche Termin zur Anmeldung beim Arbeitgeber sieben Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit ist, hat der Mann eine Woche Zeit, dies seinen Arbeitgeber mitzuteilen. Diese Frist schützt den werdenden Vater vor Kündigung. Würde er seinem Arbeitgeber schon lange vor der Geburt mitteilen, dass er Elternzeit in Anspruch nehmen möchte, könnte dieser noch schnell die Gelegenheit ergreifen und dem werdenden Vater kündigen.

Die Elternzeit wird anstelle des Erziehungsurlaubs gewährt.

Endalter:

Das Endalter wird der kapitalbildenden Lebensversicherung zugeordnet. Darunter versteht man das Alter, mit dem die Versicherte Person bzw. der Antragsteller die bis dahin erwirtschaftete Ablaufleistung erhält. Seit mehreren Jahren wird immer öfter der sogenannte flexible Ablauf angeboten, d. h., dass z. B. die letzten 6 Jahre der Vertragslaufzeit wahlweise über die vereinbarte Ablaufleistung verfügt werden kann und das Endalter demnach flexibel ist. Das Endalter ist grundsätzlich bei Vertragsabschluss frei wählbar, jedoch sollten in jedem Fall die steuerlichen Konsequenzen nicht außer Acht gelassen werden .

Rentenversicherung: Siehe auch Aufschubzeit

Entfernungspauschale:

Änderung seit dem 01.01.2007. Arbeitnehmer können erst ab dem 21. Kilometer 30 Cent pro Entfernungskilometer als Werbungskosten geltend machen. Die ersten 20 Kilometer entfallen komplett. Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs bekommen nur noch die maximale Entfernungspauschale in Höhe von 4.500 EUR.

Entschädigungsleistung:

Die im Vertrag zugesicherte Leistung im Schadensfall nennt man Entschädigungsleistung. Die Entschädigungsleistung ist durch die Versicherungssumme, den Versicherungswert und durch die Höhe des versicherten Schadens begrenzt.

Entschädigungsleistungen können vonseiten des Versicherers auch reduziert werden (Beispielsweise bei einer Unterversicherung). Je nach Versicherten Sparte können Entschädigungsleistungen auch in Form von Naturalersatz erfolgen, was jedoch recht selten vorkommt.

Erhöhungsoption:

Die Erhöhungsoption erlaubt den Versicherungsnehmer, dass nach Eintritt bestimmter Ereignisse (z.B. Heirat, Geburt eines Kindes, Gründung einer selbstständigen Existenz) der Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung angehoben werden kann. Diese Option findet man überwiegend in Rahmen der Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung sowie Krankenvollversicherung wieder. Ob eine Erhöhungsoption angeboten wird, liegt im Ermessen der Versicherungsgesellschaft.

Erlebensfallversicherung:

Die Erlebensfallversicherung sieht vor, dass der Versicherungsnehmer zum einem festgelegten Zeitpunkt (Endalter) die Leistung in Form einer Erlebensfallsumme von der Versicherung ausgezahlt bekommt. Vorausgesetzt der Versicherungsnehmer erlebt diesen Zeitpunkt. Die Erlebensfallversicherung ist eine oft angewandte Variante der allg. Lebensversicherung bzw. der gemischten Lebensversicherung.

Ersatzleistung:

Unter Ersatzleistung (auch Entschädigungsleistung genannt) versteht man die vertraglich zugesicherte Leistung des Versicherers im Schadenfall. Die Höhe der auszuzahlenden Ersatzleistung wird durch die vereinbarte Versicherungssumme, die Deckungssumme, den Versicherungswert sowie durch die eigentliche Höhe des Schadens begrenzt. Bis auf wenige Ausnahmen wird die Ersatzleistung in Geld geleistet. Üblich ist es die vom Versicherer zu erbringende Ersatzleistung, je nach Versicherungssparte, nach dem Zeitwert, Wiederbeschaffungswert oder Neuwert zu bemessen.

Siehe hierzu Bereicherungsverbot und Unterversicherung

Erstbesitzerrabatt:

Auch der Erstbesitzerrabatt wird der KFZ-Versicherung zugeordnet. Wird der Pkw als Erstbesitzer erworben, wird von der Kraftfahrtversicherung ein Erstbesitzerrabatt eingeräumt.

Werden bei der Antragstellung falsche Angaben gemacht oder während der Vertragslaufzeit die Änderungen vom Versicherungsnehmer nicht gemeldet, so hat der Versicherer die Möglichkeit eine Vertragsstrafe zu verlangen und/oder den Versicherungsbeitrag zu erhöhen.

Erstes Risiko:

Ist ein Begriff aus der Sparte Sachversicherung. Der Begriff \Erstes Risiko\ beschreibt einen ersatzpflichtigen Schaden, der unabhängig vom Versicherungswert in voller Höhe bis zur festgelegten Versicherungssumme ersetzt wird.

Erstprämie:

Erwerbsminderungsrente:

Renten wegen voller Erwerbsminderung

Eine volle Erwerbsminderung liegt dann vor, falls der Versicherte aufgrund von Krankheit oder Behinderung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes auf nicht absehbare Zeit nur noch weniger als 3 Stunden täglich im Rahmen einer 5-Tage-Woche erwerbstätig sein kann. Als voll erwerbsgemindert zählen auch behinderte Menschen, die in besonderen Behinderteneinrichtungen versicherungspflichtig tätig sind und Versicherte, die bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit voll erwerbsgemindert waren, während der Zeit einer nicht erfolgreichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung

Eine teilweise Erwerbsminderung liegt dann vor, falls der Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich im Rahmen einer 5-Tage-Woche unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein kann.

Die Rentenhöhe bei teilweiser Erwerbsminderung beträgt die Hälfte der Rente wegen voller Erwerbsminderung. Bei Arbeitslosigkeit gilt der Arbeitsmarkt für die Vermittlung in eine dem verbliebenen Leistungsvermögen entsprechenden Teilzeitbeschäftigung als verschlossen, sodass keine Möglichkeit besteht, Einkommen aus einer Beschäftigung zu erhalten.

In diesem besonderem Fall wird eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit gewährt. Ob tatsächlich eine Arbeitslosigkeit vorliegt, wird im Einzelfall vom Rentenversicherungsträger festgestellt. Gleichzeitig prüft der Rentenversicherungsträger bei einem Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung, ob Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und/oder Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht kommen.

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit ist eine besondere Regelung für vor dem 02.01.1961 geborene Versicherte, die aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation Berufsschutz genießen. Von Berufsunfähigkeit spricht man, wenn der bisherige versicherungspflichtige Beruf wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zu einem ähnlich ausgebildeten Gesunden nur noch weniger als 6 Stunden täglich ausgeübt werden kann.

Bevor über den Rentenantrag entschieden wird, wird allerdings noch geprüft, ob die gesundheitliche Leistungsfähigkeit sowie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, um eine zumutbare andere Tätigkeit (sog. Verweisungstätigkeit) mindestens 6 Stunden täglich auszuüben. Als zumutbar gilt eine Tätigkeit, die eine Stufe unter der Gruppe des bisherigen Berufs liegt. Ein Beruf, für den im Rahmen einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben eine Ausbildung oder Umschulung absolviert wurde, ist stets zumutbar.

Erst wenn weder der bisher ausgeübte Beruf noch eine in diesem Sinne zumutbare andere Tätigkeit mindestens 6 Stunden täglich ausgeübt werden kann, liegt eine Berufsunfähigkeit vor.

Erwerbsunfähigkeit:

Ursprünglicher ein Begriff der gesetzlichen Rentenversicherung.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung:

Erst wenn der Erwerbsunfähigkeitsversicherte nicht mehr dazu in der Lage ist, irgendeine Tätigkeit regelmäßig und dauerhaft auszuüben, setzt die Leistungspflicht der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ein. Bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung spielt entgegen der Berufsunfähigkeitsversicherung, der derzeitige Beruf und das erzielte Einkommen keine Rolle. Da das Risiko bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung gegenüber dem der Berufsunfähigkeitsversicherung wesentlich geringer ist, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung die günstigere Alternative. Der Abschluss der Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist als eigenständiger Vertrag oder in Verbindung mit einer Kapitallebens-, Renten-, Fondgebundenen- oder Risikolebensversicherung möglich.

Erziehungsurlaub:

Neuer Begriff für Elternzeit

Explosion:

Unter Explosion versteht man eine plötzliche Kraftäußerung durch Ausdehnung von Gasen oder Dämpfen. Explosionen sind normalerweise mit Knall, Druckwelle, Plötzlichkeit und einem gewaltsamen Verlauf verbunden.

In der Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung sind die Explosion, die Verpuffung und die Detonation und deren Folgeschäden gemäß der Versicherungsbedingungen mitversichert. Nicht mitversichert sind Schäden aufgrund von Kernenergie.

Siehe Implosion


F

Fahrerrechtsschutzversicherung:

(1)Versicherungsschutz besteht für die im Versicherungsschein genannte Person bei der Teilnahme am öffentlichen Verkehr in ihrer Eigenschaft als Fahrer jedes Motorfahrzeuges zu Lande, zu Wasser oder in der Luft sowie Anhängers (Fahrzeug), das weder ihr gehört noch auf die Person zugelassen oder auf ihren Namen mit einem Versicherungskennzeichen versehen ist. Der Versicherungsschutz gilt auch bei der Teilnahme am öffentlichen Verkehr als Fahrgast, Fußgänger und Radfahrer.

(2)Unternehmen haben die Möglichkeit den Versicherungsschutz nach Absatz 1 für alle Kraftfahrer in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit für das Unternehmen zu vereinbaren. Diese Vereinbarung kann auch Betriebe des Kraftfahrzeughandels und -handwerks, Fahrschulen und Tankstellen für alle Betriebsangehörigen betreffen.

(3)Der Versicherungsschutz beinhaltet:

  • Schadenersatz-Rechtsschutz (§ 2 a)
  • Steuer-Rechtsschutz vor Gericht (§ 2 e)
  • Verwaltungs-Rechtsschutz bei verkehrsrechtlichen Angelegenheiten (§ 2 g) aa)
  • Straf-Rechtsschutz (§ 2 i),
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz (§2 j)
(4)Wird in den Absatzes 1 genannten Fällen ein Motorfahrzeug zu Lande auf die im Versicherungsschein benannte Person zugelassen oder auf ihren Namen mit einem Versicherungskennzeichen versehen, wandelt sich der Versicherungsschutz in einen solchen nach § 21 Verkehrs-Rechtsschutz Absätze 3, 4, 7, 8 und 10 um. Die Vertretung rechtlicher Interessen im Zusammenhang mit dem Erwerb dieses Motorfahrzeuges zu Lande ist mitbeinhaltet.

(5)Hat der Fahrer bei Eintritt des Rechtsschutzfalles nicht die vorgeschriebene Fahrerlaubnis besessen, war er zum Führen des Fahrzeuges nicht berechtigt, war das Fahrzeug nicht zugelassen oder nicht mit einem Versicherungskennzeichen versehen, so besteht kein Anspruch aus der Rechtsschutzversicherung.

(6)Hat in den Fällen des Absatzes 1 die im Versicherungsschein genannte Person länger als sechs Monate keine Fahrerlaubnis besessen, so endet der Versicherungsvertrag. Zeigt der Versicherungsnehmer das Fehlen der Fahrerlaubnis nicht innerhalb von zwei Monaten nach Ablauf der Sechsmonatsfrist an, endet der Versicherungsvertrag mit Ablauf der Sechsmonatsfrist. Geht die Anzeige verspätet beim Versicherer ein, endet der Versicherungsvertrag mit erhalt der Anzeige.

Fahrer:

Als Fahrer bezeichnet man die Personen die ein Fahrzeug führen. Im Verkehrsrecht wir auch vom Fahrzeugführer gesprochen.

Der Fahrer eines zulassungspflichtigen Kraftfahrzeuges ist aufgrund des Pflichtversicherungsgesetzes in der Kfz-Haftpflichtversicherung immer versichert.
Kommt es zu einem Unfall, so unterscheidet man zwischen dem Fahrer, der mit Wissen und Willen des berechtigten Besitzers das Fahrzeug führte, auch berechtigter Fahrer genannt und dem unberechtigten Fahrer, Schwarzfahrer genannt.

Fahrzeugalterrabatt:

Der Fahrzeugalterrabatt wird der KFZ-Versicherung zugeordnet. Das Fahrzeugalter ist Relevant bei der Berechnung der Versicherungsprämie. Desto neuer ein Fahrzeug ist, desto mehr Rabatt gewährt das Versicherungsunternehmen. Ausschlaggebend hierfür ist der Zeitraum zwischen der Erstzulassung des KFZ und der Zulassung auf den Versicherungsnehmer.

Werden bei Antragstellung absichtlich unrichtige Angaben gemacht oder werden während der Vertragslaufzeit die Änderungen vom Versicherungsnehmer nicht gemeldet, so kann der Versicherer eine Vertragsstrafe verlangen und/oder den Versicherungsbeitrag anpassen.

Fahrzeughalter:

Juristisch betrachtet ist der KFZ-Fahrzeughalter die Person, die das Kraftfahrzeug auf eigene Kosten in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt innehält. Grundsätzlich wird bei der behördlichen KFZ-Zulassung zum Straßenverkehr der Halter in den Fahrzeugbrief eingetragen. Diese Eintragung kommt erst dann zustande, wenn der Halter den Nachweis einer abgeschlossenen KFZ-Haftpflichtversicherung (Versicherungsbestätigungskarte) gemäß Pflichtversicherungsgesetz erbringen kann. Der Fahrzeughalter unterliegt der Gefährdungshaftung allein aus der Betriebsgefahr des Kraftfahrzeuges heraus.
Der Fahrzeughalter muss nicht zwangsläufig der Fahrer oder Eigentümer sein!

Fahrzeugteileliste:

Ein Begriff der der KFZ-Versicherung zugeordnet wird. In der Fahrzeugteileliste werden die mitversicherten Fahrzeugteile und Zubehörteile aufgelistet. Das sind im Allgemeinen alle serienmäßigen Bestandteile eines Kraftfahrzeuges. Nicht serienmäßige und zudem wertsteigernde Fahrzeug- u. Zubehörteile sollten dem Versicherer unbedingt in schriftlicher Form mitgeteilt werden. Siehe dazu auch KFZ-Mehrwerteversicherung.

Feuer-Rohbauersicherung:

Die Feuer-Rohbauversicherung ist der Wohngebäudeversicherung bzw. Gebäudeversicherung vorgeschaltet und versichert das noch nicht bezugsfertige Gebäude und die Baustoffe die sich während der Bauphase auf dem Versicherungsgrundstück befinden. Ab dem Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses einer Gebäudeversicherung besteht der Versicherungsschutz im Rahmen der Feuer-Rohbauversicherung in der Regel beitragsfrei. Je nach Versicherungsunternehmen wird der beitragsfreie Schutz bis zu 12 Monate gewährt. Sollte das Gebäude nach /Ablauf/ dieser Zeit noch nicht fertiggestellt oder bezugsfähig sein, ist normalerweise eine Verlängerung der Feuer-Rohbauversicherung möglich. Im Rahmen der Feuer-Rohbauversicherung wird Versicherungsschutz für Gefahren wie Brand, Feuer, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Anprall von Luftfahrzeugen und seiner Ladung gewährt.

Eine gewünschte Verlängerung der Feuer-Rohbauversicherung und auch die Bezugsfertigkeit muss dem Versicherer in Schriftform gemeldet werden. Mit der Bezugsfertigkeit des Gebäudes wird der Vertrag auf die eigentliche Gebäudeversicherung mit den vereinbarten Leistungen umgestellt (i. d. R. mit den Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel).

Feuer:





Folgeprämie:

Sind alle Prämien die der Erstprämie folgen. Die einzelnen Beiträge beziehen sich grundsätzlich auf die im Vertrag festgelegten Versicherungsperioden. Wann eine Folgeprämie fällig wird, kann dem Versicherungsvertrag entnommen werden. Alle Versicherungsprämien (Erstprämie und Folgeprämie) müssen im Voraus bezahlt werden. Die Zahlung der Beiträge durch den Versicherungsnehmer erfolgt normalerweise durch manuelle Überweisung oder per Lastschrifteinzug. Der Versicherungsnehmer unterliegt der Rechtspflicht die Prämien an den Versicherer zu zahlen.

Fondgebundene Lebensversicherung:

Fongebundene Rentenversicherung:

Formeller Beginn:

Den Zeitpunkt der Vertragsannahme bezeichnet man als Formeller Beginn. Hat das Versicherungsunternehmen den Versicherungsantrag des Antragstellers angenommen und eine Versicherungspolice ausgestellt, so gilt der Tag, an dem diese beim Versicherungsnehmer eingeht, als Formeller Beginn.

Fotovoltaikversicherung:

Fotovoltaik Anlagen sind heutzutage technisch sehr zuverlässig, jedoch stellen Betriebsschäden trotzdem eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Durch die fachgerechte Installation und Wartung kann das Schadenrisiko gemindert, aber keinesfalls ausgeschlossen werden. Deshalb sollte sich jeder Anlagenbetreiber einen passenden Versicherungsschutz abschließen, damit die Fotovoltaikinvestition für die Zukunft nachhaltig gesichert bleibt.

Bedingungen

Die Fotovoltaikversicherung basiert auf den Allgemeine Bedingungen zu Elektronikversicherung (ABE) welche die Grundlage des Versicherungsschutzes bilden. Besondere Vereinbarungen oder Besondere Bedingungen und Klauseln spezifizieren den Versicherungsschutz für Fotovoltaik Anlagen.

Versicherungsschutz

Die Fotovoltaikversicherung nach ABE ist eine Allgefahrendeckung. Das bedeutet, dass letztendlich alles mitversichert ist, was nicht durch das Bedingungswerk ausgeschlossen wurde. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Schäden nicht mitversichert sind. Keine Entschädigung wird geleistet, bei Schäden die

  • durch Vorsatz des Versicherungsnehmers oder dessen Repräsentanten verursacht wurden
  • durch Mängel, die bei Abschluss der Versicherung bereits vorhanden gewesen sind und dem Versicherungsnehmer oder seinen Repräsentanten bekannt sein hätten müssen;
  • durch Krieg, Bürgerkrieg, Revolution, Rebellion, kriegsähnliche Ereignisse, Aufstand;
  • durch Innere Unruhen;
  • durch Erdbeben;
  • durch Kernenergie, radioaktive Substanzen oder nukleare Strahlung;
  • durch betriebsbedingte gewöhnliche oder betriebsbedingte vorzeitige Abnutzung oder Alterung;
  • durch Einsatz einer Sache, deren Reparaturbedürftigkeit dem Versicherungsnehmer oder seinen Repräsentanten bekannt sein hätte müssen;
  • der Versicherer zahlt jedoch Entschädigungsleistungen, falls der Schaden nicht durch die Reparaturbedürftigkeit verursacht worden ist oder wenn die Sache zur Zeit des Schadens mit Zustimmung des Versicherers wenigstens behelfsmäßig repariert war;
  • soweit für sie ein Dritter als Lieferant (Hersteller oder Händler), Werkunternehmer oder aus Reparaturauftrag für die Leistung einzutreten hat.
Im Umkehrschluss sind demnach mitversichert, Beschädigungen und Zerstörungen (Sachschäden), insbesondere durch

  • Blitzschlag, Brand, Explosion sowie Schwelen, Glimmen, Sengen, Glühen oder Implosion
  • Kurzschluss, Induktion, Überspannung
  • Überschwemmung, Wasser, Feuchtigkeit
  • Raub, Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Sabotage
  • Bedienungsfehler, Fahrlässigkeit, Ungeschicklichkeit
  • Naturereignisse wie z.B. Sturm, Hagel, Schneedruck, Frost, Blitz
  • Material-, Ausführungs- und Konstruktionsfehler
  • Höhere Gewalt
Zu beachten ist das Wort “insbesondere”! Die vorab genannte Liste der versicherten Gefahren ist nicht vollständig, da auch

andere Sachschäden mitversichert sind, insoweit sie keine Zuordnung zu den “nicht versicherten Schäden” finden.

Versicherte Sachen

Der Versicherungsschutz erstreckt sich über alle Bestandteile der Fotovoltaikanlage, die für den gewöhnlichen Betrieb notwendig sind. Diese sind in der Regel

  • Einspeise- und Erzeugungszähler
  • Gleich- und Wechselstromverkabelungen
  • Hausverteilerkästen
  • Modultragkonstruktionen
  • Montageset
  • Solarmodule
  • Überspannungsschutzeinrichtungen
  • Wechselrichter
  • elektronische Leistungsanzeigetafeln
Zusätzliche Leistungen

Zusätzliche Leistungen der Fotovoltaikversicherung können Entschädigungen für

  • Dekontaminations- und Entsorgungskosten, Aufräumungskosten
  • Dekontaminations- und Entsorgungskosten für das Erdreich
  • Schutz- und Bewegungskosten
  • Pflaster-, Stemm-, Erd-u. Maurerarbeiten
  • Gerüststellung, Luftfracht, Bergungsarbeiten, Bereitstellung eines Provisoriums
sein. Welche Entschädigungshöhen vom Versicherer übernommen werden, ist vom Tarif abhängig. Eine extra Beitrag wird nicht berechnet.

Selbstbeteiligung

So gut wie alle Fotovoltaikversicherungen haben eine Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt genannt) in Höhe von 150 bis 500 EUR je Schadenfall.

Ausfallentschädigung



Wenn die versicherte Fotovoltaikanlage aufgrund eines versicherten Sachschadens keinen Strom in Netz einspeisen kann, greift die vereinbarte Ertragsausfallversicherung. Diese ist bei Versicherungen für kleinere Anlagen im Beitrag mit eingeschlossen.
Ab wann und in welcher Höhe eine Leistung ausgezahlt wird, wird je nach Versicherungsgesellschaft durch die Besondere Bedingungen, Besondere Vereinbarungen oder Klauseln geregelt. Die am meisten angewandte Regelung ist die Karenzzeit (Wartezeit), welche die Selbstbeteiligung ersetzt. Diese besagt, dass nach dem Anlagenausfalles nach dem zweiten oder dritten Tag eine Ausfallentschädigung gezahlt wird. Die Höhe der Ausfallentschädigung für die einzelnen Tage orientiert sich dabei an einer Vielzahl von Fotovoltaikversicherungen, an der Anlagenleistung (kWp) und der Jahreszeit des Ausfalles.

Basis der Prämienberechnung

Die Prämienberechnung erfolgt, je nach Anbieter der Fotovoltaikversicherung, auf Basis des Kaufpreises ohne Rabatte (zzgl. Montagekosten, einschließlich Frachtkosten und Zöllen), dem Installationsort, der kWp-Leistung (Kilowatt-Peak) und der Art der Nutzung des Gebäudes und Grundstückes.

Antragstellung

Bei Antragstellung muss beachtet werden, dass die Fotovoltaikversicherer unterschiedliche Anforderungen haben. Folgend sind einige dieser Anforderungen aufgelistet:

  • nicht versicherbar oder nur mit Zuschlag sind Flachdachanlagen unter 3 m Höhe
  • Einschränkung, Ausschluss oder höherer Selbstbehalt, wird erhoben wenn der Wechselrichter nicht mit einem Überspannungsschutz (Varistoren) ausgestattet ist.
  • nicht versicherbar, Ausschluss Feuerrisiko oder nur mit Risikozuschlag sind Anlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben.
  • gar nicht versicherbar oder nur mit Einschränkung des Versicherungsschutzes, sind Fotovoltaikanlagen die selbst montiert wurden.
  • Anlagen, die nicht nach VDE errichtet worden sind, sind nicht versicherbar.
  • Selbst- oder teilweise selbst montierte Anlagen sind nur mit einer erhöhten Selbstbeteiligung versicherbar
  • etc.
Diese Aufzählung soll nur einen kleinen Einblick geben, was der Antragsteller einer Fotovoltaikversicherung zu beachten hat. Falsch gemachte Angaben können dazu führen, dass der Versicherungsschutz teilweise oder auch ganz verloren geht. Im Zweifelsfall ist zu raten mit den Hersteller oder Errichter Ihrer Fotovoltaikanlage zu kontaktieren, da dieser die technischen Details auf Anhieb nennen kann.



Frauenrabatt:

Der Frauenrabatt (auch Ladyrabatt genannt) wird der KFZ-Versicherung zugeordnet. Ist der Fahrzeughalter und alle weiteren Fahrer weiblich, gewähren manche Kraftfahrtversicherer einen Rabatt.

Werden bei Antragstellung absichtlich falsche Angaben gemacht oder werden während der Vertragslaufzeit die Änderungen vom Versicherungsnehmer nicht gemeldet, so hat der Versicherer die Möglichkeit eine Vertragsstrafe zu verlangen und/oder den Versicherungsbeitrag anzupassen.

Fremdversicherung:

Ein Begriff der der Lebensversicherung zuzuordnen ist. Wird eine Versicherung auf das Leben einer anderen, dritten Person abgeschlossen, so bezeichnet man das als Fremdversicherung. Die Versicherte Person muss ab einer festgelegten Versicherungssumme den Antrag auf eine Lebensversicherung mit unterschreiben und t somit auch das Einverständnis zum Abschluss der Versicherung geben.



G

H

 

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

Z

Unsere Adresse:
Clemensänger Ring 25
85356 Freising                   
Erreichbarkeit:
Montag -Freitag:
08:00 - 17:30 Uhr sowie nach Vereinbarung

Standorte

Als Ihr Ansprechpartner für Versicherungen & Finanzen stehen wir Ihnen gerne persöhnlich zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie Ihr AG Versicherung & Finanzplanung Team

Kontakt

AG Versicherung & Finanzplanung

Clemensänger Ring 25

85356 Freising

Telefon: 08161 - 789 50 - 10

Telefax: 08161 - 789 50 - 11

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

----------------------------------------------